Aus aktuellem Anlass: Tausende fordern verpflichtende Haltungskennzeichnung – Billigfleisch ohne Siegel überschwemmt den Markt

Wien/Vösendorf (OTS) – Der aktuelle Grillfleisch-Check von Tierschutz
Austria zeigt einmal
mehr den dringenden Handlungsbedarf: Von 644 untersuchten Produkten
trugen 352 überhaupt kein Siegel. Nur rund jedes zehnte Produkt war
mit einem Siegel für verbesserte Tierwohlstandards gekennzeichnet.

Tausende Österreicher:innen haben sich der Petition
„Haltungskennzeichnung.jetzt!“ angeschlossen und fordern eine
verpflichtende, klare Kennzeichnung der Haltungsform für alle
tierischen Produkte.

Freiwillige Siegel und Begriffe wie „regional“ oder „bäuerlich“
reichen nicht aus. Gleichzeitig flutet Billigimportfleisch – auch
aufgrund der Schweinepest in Ländern wie Spanien – den
österreichischen Markt und bringt heimische Bauern massiv in
Bedrängnis.

„Jedes zweite Billigfleisch-Produkt trägt kein Gütesiegel mehr.
Das ist schockierend für Österreichs Bauern und den Tierschutz“, so
Hanna Zamernik von Tierschutz Austria.

„Die Landwirtschaft kann die Konsument:innen nur überzeugen, wenn
sie mit dem Tierschutz kooperiert“, ergänzt Hanna Zamernik.

„Was wir essen, ist relevant für die Tiere, das Klima und unsere
Gesundheit. Die Menschen wollen und verdienen echte Transparenz“, so
die Initiator:innen der Petition.

Die Petition fordert ein verpflichtendes Ampelsystem, das das
echte Tierwohl in den Mittelpunkt stellt – nicht nur die Herkunft.
Tierschutzwidrige Haltungen wie Vollspaltenböden und Anbindehaltung
gehören klar in die rote Stufe. Die Kennzeichnung muss für alle
tierischen Produkte gelten – auch in der Gastronomie, in der
Gemeinschaftsverpflegung und bei verarbeiteten Lebensmitteln. Zudem
muss die öffentliche Hand bei Ausschreibungen endlich verbindliche
Tierwohlkriterien umsetzen.

Die Petition „Haltungskennzeichnung.jetzt!“ ist ab sofort aktiv:
https://haltungskennzeichnung.jetzt