Wien (OTS) – In Zeltweg haben 17 junge Heerespilotinnen und
Heerespiloten ihre
fliegerische Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen und ihr
Fliegerabzeichen erhalten. Damit sind sie nun auch äußerlich als
Militärpilotinnen und Militärpiloten erkennbar. 16 Männer und eine
Frau haben in zwei Fluggruppen den ersten Abschnitt der
Pilotenausbildung absolviert und ihren Grundschein erworben. Dieser
berechtigt sie, ein Luftfahrzeug im Sichtflug zu steuern. In den
Luftstreitkräften freut man sich über den starken Nachwuchs, denn in
den vergangenen Jahren haben Fluggruppen meist nur aus vier bis sechs
Pilotenanwärtern bestanden. Dass sich die Zahl jetzt erhöht wird auf
verstärkte Personalwerbung und moderne Flieger und Hubschrauber
zurückgeführt.
Hinter den angehenden Pilotinnen und Piloten liegen mindestens 70
Flugstunden, die sie überwiegend auf dem Schulflugzeug DA40 gemeinsam
mit erfahrenen Fluglehrern absolviert haben. Jungpilot Leutnant
Thorsten B. aus Niederösterreich beschreibt die mehrmonatige
Ausbildung als sehr anspruchsvoll: „Es war viel zu lernen, und auch
fliegerisch mussten wir unsere Leistung unter Beweis stellen. Beim
Fliegen hat man aber gemerkt, dass sich die Anstrengung auszahlt. Es
ist eine wirklich coole Ausbildung.“ Vor der fliegerischen Ausbildung
mussten sich die Piloten einem psychologischen und gesundheitlichen
Auswahlverfahren stellen und anschließend noch die fliegerische
Eignungsfeststellung bestehen, bevor sie mit ihrer Ausbildung starten
konnten.
Für zehn der jungen Militärpiloten und die Militärpilotin folgt
nun als nächster Ausbildungsschritt die Instrumentenflugausbildung.
Im Dezember erfolgt anschließend die Zuteilung zur
Einsatzpilotenausbildung für Hubschrauber, Flächenflugzeuge, Jets
oder Transportflugzeuge. Sechs Piloten haben ihre weiterführende
Typenausbildung bereits begonnen. Diese dauert je nach
Luftfahrzeugtyp bis zu vier Jahren. Erst danach sind sie vollständig
ausgebildete Einsatzpilotinnen und Einsatzpiloten.
Der Kommandant der Luftstreitkräfte, Generalmajor Gerfried
Promberger, zeigt sich über den starken Nachwuchs erfreut: „Mit 17
neuen Militärpilotinnen und Militärpiloten stärken wir die Zukunft
unserer Luftstreitkräfte. Besonders freut mich, dass auch eine
ausgezeichnete Pilotin ihren Dienst antritt – ein starkes Vorbild für
kommende Generationen. Unsere Absolventinnen und Absolventen haben
eine der anspruchsvollsten Ausbildungen auf dem Weg zur Einsatz-
Militärpilotin beziehungsweise zum Einsatz-Militärpiloten erfolgreich
gemeistert und übernehmen künftig Verantwortung für den Schutz
unseres Luftraums und der österreichischen Bevölkerung. Ich
gratuliere ihnen herzlich, wünsche ihnen stets eine sichere Hand und
heiße sie im Team der Luftstreitkräfte willkommen. Glück ab, Gut
Land!“
Auch Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sieht die hohe Zahl
an Nachwuchspilotinnen und -piloten als wichtigen Schritt für die
Zukunft: „Pilotin oder Pilot beim Bundesheer ist ein Traumberuf.
Dafür brauchen wir die besten Frauen und Männer. Sie erhalten eine
exzellente Ausbildung und hervorragende berufliche Perspektiven.
Gleichzeitig setzen wir den Modernisierungskurs unserer
Luftstreitkräfte konsequent fort – sowohl bei den Hubschraubern als
auch bei den Flugzeugen.“
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