Die Terrasse hat sich längst vom schlichten Sitzplatz zu einem Rückzugsort entwickelt, der Wohnzimmer und Garten miteinander verbindet. Immer mehr Hauseigentümer stecken Zeit und Geld in ihren Außenbereich, um draußen einen Platz zu schaffen, der sich nach Zuhause anfühlt. Damit das gelingt, braucht es etwas Planung, die richtigen Materialien und ein Gespür für stimmige Details.
Erst planen, dann bauen
Am Anfang steht die Frage nach der Ausrichtung. Südterrassen bieten Sonne satt, verlangen aber nach einem zuverlässigen Schattenspender. Eine Markise, ein Sonnensegel oder ein gut platzierter Baum schaffen Abhilfe. Nordseitig gelegene Flächen werden häufig unterschätzt, obwohl sie an heißen Sommertagen angenehme Kühle liefern. Bei der Größe hat sich ein Richtwert von rund 15 Quadratmetern bewährt. Darunter wird es schnell eng, sobald Tisch, Stühle und ein paar Pflanzkübel ihren Platz beanspruchen.
Genauso relevant ist die Frage nach der Privatsphäre. Ein solider Sichtschutzzaun grenzt den Sitzbereich vom Nachbargrundstück oder von der Straße ab, ohne den Garten optisch zu verkleinern. Er gibt dem Freisitz eine Art Raumgefühl, das viele erst dann bemerken, wenn es fehlt. Gleichzeitig hält ein solcher Zaun bei ungünstiger Lage auch Wind ab und schützt empfindliche Pflanzen.
Den passenden Boden finden
Holzdielen bringen Wärme auf die Terrasse und fühlen sich barfuß angenehm an. Allerdings brauchen sie regelmäßiges Ölen oder Streichen, sonst vergrauen sie mit der Zeit. WPC, ein Gemisch aus Holzfasern und Kunststoff, liefert eine vergleichbare Optik bei deutlich weniger Pflegeaufwand und hält Feuchtigkeit zuverlässiger stand. Naturstein wiederum wirkt zeitlos und langlebig, setzt aber eine sorgfältig vorbereitete Unterkonstruktion voraus. Schöner Wohnen gibt eine ausführliche Übersicht zu den verschiedenen Terrassenböden und erläutert, welcher Belag für welche Situation geeignet ist. Die Entscheidung hängt letztlich vom Budget, vom persönlichen Geschmack und von der Bereitschaft ab, regelmäßig Pflege zu investieren.
Pflanzen als grüner Rahmen
Begrünung auf der Terrasse erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Clematis oder wilder Wein ranken an Gittern und Pfosten entlang, verdichten den Sichtschutz und bringen Leben ins Bild. Kübelpflanzen lassen sich nach Lust und Laune umstellen, je nach Jahreszeit oder Anlass. Hochbeete sind praktisch und dekorativ zugleich: Frische Kräuter stehen griffbereit, und die erhöhte Konstruktion gliedert die Fläche auf natürliche Weise. Ein Lavendelstrauch am Rand vertreibt nebenbei lästige Mücken.
Möbel und Licht richtig kombinieren
Bei der Möblierung lohnt sich ein Blick auf drei Punkte:
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Flexibilität:Ein ausziehbarer Esstisch passt sich an jede Runde an, ob Abendessen zu zweit oder Geburtstagsfeier.
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Material:Aluminium, Polyrattan oder Akazienholz trotzen der Witterung und ersparen das ständige Einräumen bei Regenschauern.
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Ergonomie:Bequeme Sitzauflagen machen den Unterschied zwischen kurz Hinsetzen und stundenlangem Verweilen.
Für die Abendstunden eignen sich Solarleuchten, die tagsüber Energie speichern und nach Einbruch der Dunkelheit sanftes Licht spenden. Lichterketten an einer Pergola oder einem schlichten Holzrahmen verlängern die Zeit draußen bis weit in den Oktober hinein. Schon drei oder vier gut platzierte Lichtquellen reichen aus, um eine einladende Stimmung zu erzeugen.
Auch bei wechselhaftem Wetter lässt sich die Terrasse nutzen. Eine Terrassenüberdachung hält Regen und pralle Sonne ab, ohne den offenen Charakter des Außenbereichs aufzugeben. So wird aus der Terrasse ein Platz, der zwölf Monate im Jahr zum Verweilen einlädt.