Wien (OTS) – Unter dem Motto „Raum und Zeit – für Leben und Sterben“
stand am
Österreichischen Kinderhospiz- und Palliativtag die Situation von
Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender
Erkrankung sowie ihrer Familien im Mittelpunkt. Erstmals gestalteten
zahlreiche Wiener Kinderhospiz- und Palliativeinrichtungen gemeinsam
mit HOSPIZ ÖSTERREICH einen großen Aktionstag im MuseumsQuartier
Wien.
Trotz wechselhafter Wetterbedingungen wurde die Veranstaltung zu
einem großen Erfolg. Zahlreiche Familien, Interessierte und
Unterstützer nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren,
auszutauschen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu
setzen. Spielestationen, Riesenseifenblasen, Kinderschminken,
Beratungsangebote, Therapietiere und der beliebte Wiener
Praterkasperl sorgten für ein abwechslungsreiches Programm für Groß
und Klein.
Höhepunkt des Tages war der Festakt mit Vertreter aus Politik,
Verwaltung und Zivilgesellschaft. Bezirksobmann Markus Reiter zeigte
sich erfreut, dass dieser wichtige Aktionstag in seinem Bezirk
stattfinden konnte, und begrüßte die Aufmerksamkeit für die Anliegen
betroffener Familien. Gemeinderat Alexander Ackerl betonte die große
Bedeutung der Kinderhospizarbeit und verwies auf die vielfältigen
Initiativen, die in Wien für die Unterstützung von Kindern mit
lebensverkürzenden Erkrankungen und ihren Angehörigen gesetzt werden.
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig hob hervor, wie gut das
MuseumsQuartier als Ort der Offenheit und Begegnung zum Anliegen des
Aktionstages passe. Zugleich unterstrich sie die Verantwortung der
Politik, Rahmenbedingungen und Strukturen für eine gute Versorgung zu
schaffen.
Barbara Schwarz, Präsidentin von HOSPIZ ÖSTERREICH, ergänzte:
„Nicht nur die Politik muss Strukturen schaffen. Auch die
Gesellschaft trägt Verantwortung. Kinder mit lebensverkürzender
Erkrankung und ihre Familien brauchen Unterstützung, Verständnis und
echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“
Der Österreichische Kinderhospiz- und Palliativtag macht jedes
Jahr am internationalen Kindertag auf die Bedürfnisse betroffener
Familien aufmerksam. Neben medizinischer und pflegerischer Versorgung
benötigen sie Entlastung, psychosoziale Begleitung sowie
Unterstützung des Familienlebens.
Für das Jahr 2026 formuliert HOSPIZ ÖSTERREICH drei zentrale
Anliegen:
– Erstens setzt sich der Dachverband den weiteren Ausbau stationärer
Kinderhospizangebote und eine bundesländerübergreifende Abstimmung
ein, damit entsprechende Angebote für Familien aus ganz Österreich
erreichbar werden.
– Zweitens soll die Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene zukunftsfit weiterentwickelt werden
– mit besonderem Augenmerk auf soziale Teilhabe sowie Bildung- und
Integration.
– Drittens fordert HOSPIZ ÖSTERREICH mehr Transparenz und einen
verbesserten Zugang zu den Daten der österreichweiten Hospiz und
Palliative Care, um wissenschaftliche Forschung, Evaluierung und eine
bedarfsgerechte Planung zu ermöglichen.
HOSPIZ ÖSTERREICH bedankt sich herzlich
bei allen teilnehmenden Einrichtungen: FRIDOLINA Kinderpflegedomizil,
Kinderbetreuung Daheim Plus, Kinderhospiz Netz, Lichtblickhof, MOKI
Wien, MOMO Kinderpalliativzentrum, Roter Anker sowie St. Anna
Kinderspital und Kinderkrebshilfe Wien-NÖ-Bgld.
sowie beim MuseumsQuartier Wien, dem ZOOM Kindermuseum, WIENXTRA, dem
Dschungel Wien sowie den Hallen E+G
für die Unterstützung und Zusammenarbeit. Gemeinsam konnte ein Tag
gestaltet werden, der Sichtbarkeit schafft, Berührungsängste abbaut
und betroffenen Kindern und ihren Familien Raum gibt.
Mehr Information
https://www.kinder-hospiz.at/presseaussendungen/
oesterreichische…ativtag-1-6-2026 /