NEOS Wien zum Tag der Frauengesundheit: „Medizin darf Frauen nicht länger übersehen“

Wien (OTS) – „Über Jahrhunderte hat sich die Medizin am männlichen
Körper
orientiert – von der Forschung über die Dosierung von Medikamenten
bis zur Diagnose. Die Folgen spüren Frauen bis heute. Ein bekanntes
Bespiel: Ein Herzinfarkt zeigt sich bei Frauen oft mit ganz anderen
Symptomen und wird deshalb später erkannt. Genau hier setzt die
Gendermedizin an, und genau hier müssen wir umdenken“, erklärt Jing
Hu, Gesundheitssprecherin NEOS Wien .

Deshalb stärken wir als Aufschwungskoalition die
geschlechtersensible Medizin in Wien gleich auf mehreren Ebenen. Dass
die Stadt den Frauengesundheitsbeirat als feste Schnittstelle
weiterführt, sichert den direkten Einfluss von Expertinnen auf die
Wiener Gesundheitspolitik.

Ein echter Meilenstein gelingt nun bei der regionalen Versorgung:
Im Rahmen des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG Wien 2030)
entstehen bis 2030 insgesamt neun neue, spezifische
Frauengesundheitszentren. Damit wird ein dichtes Netz für die
Wienerinnen gespannt – von der hochspezialisierten Gendermedizin in
den Spitälern bis hin zu niederschwelligen Anlaufstellen, an die sich
Frauen wenden können.

Gute Frauengesundheit entscheidet sich aber nicht nur an
Strukturen und Forschung, sondern auch daran, ob wir offen über
Themen sprechen. Genau da setzt auch Frauensprecherin Dolores Bakos
an.

„Menstruationsgesundheit und Endometriose, Wechseljahre, (früher)
Schwangerschaftsverlust und vieles weitere mehr dürfen keine
Tabuthemen sein“, fordert Bakos. „Wien leistet hier wichtige
Aufklärungs- und Awarenessarbeit und zeigt vor, dass der offene
Umgang mit frauenrelevanten Gesundheitsthemen nicht nur das
Wohlbefinden verbessert, sondern auch die Gleichstellung aktiv
vorantreibt. Mit Projekten wie ‚FEM Med‘ bieten wir Frauen
kompetente, psychosoziale und medizinische Beratung direkt in ihrer
Lebensrealität.“

Auch die sozioökonomische Dimension von Frauengesundheit ist
nicht zu vernachlässigen: So entlastet die Initiative „Kostenlos
bluten“ an Wiener Schulen Mädchen und junge Frauen finanziell und
nimmt der Regel das Stigma. „Wien muss eine Stadt sein, in der Frauen
gesund, selbstbestimmt und optimal versorgt leben können – in jeder
Lebensphase“, so Bakos abschließend.