WK Wien senkt Kammerumlage um 25 Prozent

Wien (OTS) – Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Wien
fällte heute,
Mittwoch, einen bahnbrechenden Beschluss: Die Kammerumlage 2 – sie
wird anhand der Lohnsumme der jeweiligen Unternehmen berechnet – wird
in mehreren Schritten um 25 Prozent reduziert. Der dem zugrunde
liegende Antrag von Wirtschaftsbund Wien, SWV, Freiheitliche
Wirtschaft und UNOS wurde einstimmig beschlossen.

Diese Reduktion der Mitgliederbeiträge stand schon seit Jahren
auf der Agenda der WK Wien und wurde akribisch vorbereitet. „Was
dabei wichtig ist: Diese umfangreiche Reduktion der Kammerumlage 2
fußt auf Effizienzsteigerungen. Wir haben bereits 2019 mit der
Zusammenführung von zehn Standorten der WK Wien in das zentrale Haus
der Wiener Wirtschaft und einer umfassenden Organisationsreform die
Basis dafür gelegt und konnten dadurch unsere laufenden Kosten senken
sowie die Effizienz steigern. Die Pandemie gleich nach dem Umzug hat
uns etwas Zeit gekostet, jetzt sind wir startklar“, sagt Walter Ruck,
Präsident der WK Wien.

Investitionen in die Zukunft

„Was dabei ebenfalls wichtig ist: Die Senkung der Umlage wirkt
sich weder auf unsere Zukunftsinvestitionen, zum Beispiel in unsere
geplante IT-HTL Vienna Digital School, noch auf die Qualität unserer
Serviceleistungen aus, da sie auf Effizienzsteigerungen und nicht auf
Sparen beruht“, sagt Ruck: „Umfassender Service, moderne
Bildungsangebote für die Wirtschaft und eine schlagkräftige
Interessenvertretung der Wiener Unternehmen sind und bleiben die
Kernaufgaben der Wirtschaftskammer Wien, die wir mit aller Kraft
weiterhin verfolgen werden.“ Neu dabei ist ein Fonds, der
Musterprozesse von und für Wiener Unternehmen und Branchen
unterstützt. Aber auch an der Digitalisierung der Prozesse und
Aufgaben der WK Wien wird intensiv gearbeitet. Ruck: „Ziel ist unter
anderem, dass wir für die Wiener Unternehmen 24 Stunden am Tag und
365 Tage im Jahr in allen in Wien gesprochenen Sprachen erreichbar
sind.“

Details der Umlagen-Senkung

Zurück zur 25-prozentigen Senkung der Kammerumlage 2: Diese
startet mit dem 1. Jänner 2027 und ist 2029 abgeschlossen. Konkret
wird der sogenannte Hebesatz der Kammerumlage 2 (Basis ist die
Lohnsumme), ab 2027 jedes Jahr reduziert:

2026: Hebesatz 0,24 Prozent (aktueller Stand)
2027: Hebesatz 0,22 Prozent
2028: Hebesatz 0,20 Prozent
2029: Hebesatz 0,18 Prozent

Die Wirtschaftskammer Wien trägt mit dieser 25-prozentigen
Senkung rund 22 Millionen Euro zum Sparziel der Wirtschaftskammer
Österreich von 100 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 bei. Ruck: „Wir
gehen damit nicht nur mit gutem Beispiel voran, sondern leisten auch
einen überproportionalen Beitrag für die gesamte Kammerorganisation.
Die Wirtschaftskammer Wien beweist sich damit einmal mehr als
zukunftsorientierte, moderne und leistungsfähige Interessenvertretung
der Wiener Wirtschaft.“