Wien (OTS) – Wie wirksame PR in Zeiten von GEO, Chatbots und
AI-Overviews aussehen
kann, darüber diskutierte am Dienstagvormittag ein hochkarätiges
Fachpodium beim diesjährigen APA-Comm-Talk im APA-Pressezentrum in
Wien. Gastgeber und APA-Comm-CEO Klemens Ganner verwies in seinen
Begrüßungsworten auf Zahlen des Digital News Report 2025 des Reuters
Institute, die die wachsende Bedeutung von Chatbots in der
Nachrichtennutzung unterstreichen. Seit der Einführung von AI
Overviews gingen zudem die Klicks auf Suchtreffer und damit auf
originären Content kontinuierlich zurück. „Die KI zerlegt
Informationen und setzt sie neu zusammen. Dabei geht jedoch einiges
verloren – etwa Quellen, Marken, Transparenz und möglicherweise auch
Glaubwürdigkeit“, so Ganner.
Zwtl.: KI als Chance, Qualität als Herausforderung
Demzufolge sehen die Befragten den KI-Einsatz in der PR mit einer
überwiegenden Mehrheit von 82,8 Prozent als Chance. Entsprechend ist
die tägliche Nutzung von KI im Arbeitsalltag von rund 40 Prozent bei
der Vergleichsumfrage im Vorjahr auf mittlerweile 65,5 Prozent
angestiegen. Als größte Herausforderungen werden Qualitätssicherung
und Kontrollaufwand gesehen. Den Einsatz von GEO schätzen 80,5
Prozent in der Branche als zukünftig wichtig für die
Kommunikationsarbeit ein.
Sollen Inhalte künftig also vor allem für Maschinen spannend
aufbereitet werden? Dem widersprach das Podium in der anschließenden
Diskussion unter der Moderation von Alexander Raffeiner. Carina Engel
von APA-Comm betonte etwa, dass hinter einer Suchanfrage an einen
Chatbot ebenfalls Menschen säßen. Die Frage sei jedoch, „woher nimmt
ein Chatbot die Informationen? Redaktionelle Medien, zitierwürdige
Quellen werden von der KI bevorzugt ausgespielt“, betonte sie.
Etablierte Kanäle wie www.ots.at würden von LLMs hoch gerankt. Einen
„Wettbewerb um die Aufmerksamkeit in LLMs“ erkannte auch Moritz
Arnold von der Agentur Grayling: „Es geht alles wahnsinnig schnell
und es ist wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen und rasch
loszulegen.“ Als ersten Schritt empfiehlt er eine individuelle
Analyse des eigenen Use Cases: „Es gibt kein one size fits all.”
Zwtl.: Der Mensch als USP
Beim Generieren von Inhalten war sich die Podiumsrunde einig, KI
zwar als hilfreiches Tool bei vielen Prozessen einzusetzen, jedoch
brauche es menschliche Expertise mehr denn je. So appellierte Tanja
Gruber von der Österreich Werbung an „alle schlauen Köpfe in der
Kommunikation, Einzigartiges zu schaffen.“ Um unverwechselbar zu
sein, brauche es Authentizität und Haltung „von Beginn an, schon in
der Planung der einzelnen Kommunikations-Pieces.“
In die gleiche Kerbe schlug Natalia Michalak von REWE
International: „Wen will ich erreichen und welche Emotionen will ich
hervorrufen? Die KI kann diese Feinheiten nicht abdecken, dafür
braucht es uns Menschen.“ Engel ergänzte: „Vertrauen ist in unserer
Branche eine sehr wichtige Währung. Wir bekommen in Briefings unserer
Kund:innen klare Vorgaben, dass Inhalte von Menschen stammen müssen
und menschliche Kontrolle sichergestellt sein soll.“
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Über APA-Comm
APA-Comm ist das auf Kommunikationsdienstleistungen
spezialisierte Tochterunternehmen der APA – Austria Presse Agentur.
Es richtet sich an PR- und Kommunikationsspezialistinnen und –
spezialisten und vereint sämtliche Dienstleistungen sowie Anwendungen
für professionelle Kommunikationsprozesse: Produktion (Foto, Podcast)
, Medien- und Bilddatenbank, Journalist:innen-Daten,
Rechercheservices, Verbreitung von OTS-Aussendungen, Content-
Platzierung, Medienbeobachtung, Social Media Monitoring oder
Erfolgsmessung. Die zentrale Plattform von APA-Comm für
Kommunikationsspezialist:innen ist der PR-Desk. APA-Campus, das
Weiterbildungsangebot der APA – Austria Presse Agentur, vermittelt
zudem PR-Verantwortlichen sowie Medien fundierte Kenntnisse aus
unterschiedlichen Disziplinen der Kommunikation in Theorie und
Praxis.