Wien (OTS) – Scharfe Kritik an der Wiener Sportpolitik übte heute
FPÖ-Gemeinderat
Lukas Brucker: „Der Wiener Sport wird nicht von der Politik getragen
– und schon gar nicht von der SPÖ. Er wird getragen von tausenden
ehrenamtlichen Funktionären, Trainern, Betreuern und Eltern.“
Besonders scharf kritisierte Brucker das sportpolitische
Totalversagen der Wiener SPÖ bei der Sportinfrastruktur. Wien leide
seit Jahren unter einem massiven Sportstättenproblem, während die
Stadtregierung Milliarden in rote Prestigeprojekte und teure PR-
Inszenierungen pumpe. „Wien hat ein massives Sportanlagenproblem“,
verwies Brucker auf die Einschätzung eines hochrangigen
Sportfunktionärs. Wien sei „nicht einmal ansatzweise in der Lage, ein
wirklich großes internationales Sportereignis professionell
auszurichten“. Während Städte wie Prag oder Budapest moderne Arenen
und Stadien errichtet hätten, herrsche in Wien seit Jahren
Stillstand.
Deutliche Worte fand Brucker auch zur jahrelangen Verzögerung der
Eventhalle St. Marx. „2019 wurde die Eventhalle St. Marx angekündigt.
2024 hieß es plötzlich: Eröffnung 2030. Und jetzt – im April 2026 –
erklärt die Stadt Wien, man befinde sich noch immer in der
‚Vorbereitungsphase‘“, kritisierte Brucker. Wieder einmal liefere die
SPÖ „nur Schlagworte und PR-Inszenierungen“ statt echter Lösungen.
Auch die Situation rund um den Postsportverein sei sinnbildlich
für das sportpolitische Versagen der Stadtregierung. „Dort trainieren
tausende Kinder und Jugendliche. Und diese jungen Menschen brauchen
Planungssicherheit und Sportflächen – nicht nur lose Ankündigungen“,
so Brucker. Sportsprecher im Wiener Landtag, LAbg. Harald Stark
ergänzte: „Plätze, wo Eltern ihren Kindern Fahrradfahren beibringen
können, sucht man vergebens.“
Auch beim Thema Behindertensport gibt es Stark zufolge großen
Aufholbedarf: „Seit meiner Angelobung vor einem Jahr wurden im
Bereich des Behindertensports Förderungen in der Höhe von 44.000 Euro
genehmigt und Stadtrat Hacker spricht ernsthaft von der Sportstadt
Wien im Bereich der Inklusion, das ist absurd.“
Abschließend fordern Brucker und Stark mehr Unterstützung für den
Breitensport: „Wenn Wien wirklich Sportstadt sein will, dann braucht
es moderne Sportstätten, funktionierende Infrastruktur, echte
Unterstützung für Vereine und vor allem Respekt vor den
Ehrenamtlichen.“