Wien (OTS) – – transformative Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft als
Antwort auf
aktuelle Krisen
– Angebot und Nachfrage bei Wertstoffen verbinden
– Potentiale der Bauteilwiederverwendung und biogener Reststoffe als
Schwerpunkte 2026
Weitere zwei Jahre wird das Climate Lab im öffentlichen Auftrag als
zentrale Drehscheibe für Kreislaufwirtschaft in Österreich fungieren.
Gemeinsam mit BioBASE konnte man die Ausschreibung des
Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) mit dem
offiziellen Titel „Begleitprogramm wertschöpfungskettenorientierter
Akteursvernetzung für Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie“ für sich
entscheiden.
„ Hier werden Nägel mit Köpfen gemacht. Egal ob aus Gesinnung
oder aus Sachzwang, wir brauchen Menschen, die sich begeistern
lassen, die Kreislaufwirtschaft in funktionierende Geschäftsmodelle
zu übersetzen „, bestätigt Thomas Jakl vom BMLUK die Entscheidung.
Beim Auftaktevent im Climate Lab wurden die thematischen
Schwerpunkte – darunter auch der im Climate Lab neue Fokus auf
Bioökonomie – vorgestellt. Ziel des Programms ist es, relevante
Akteur:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlicher Hand und
Zivilgesellschaft stärker zu vernetzen und konkrete Projekte für eine
postfossile kreislauffähige Wirtschaft voranzutreiben.
Zwtl.: Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie gemeinsam denken und
umsetzen
Bereits 2022 wurde das Climate Lab mit den Fokusthemen
Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft beauftragt und hat diese
durch Projekte, Veranstaltungen und Kooperationen mit Leben erfüllt.
Nun rückt zusätzlich die Bioökonomie stärker in den Mittelpunkt. „
Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie gehören zusammen gedacht und
umgesetzt. Nur so kann das volle Potential einer nachhaltigen
Wirtschaft gehoben werden “, betont Projektleiterin und Circularity-
Expertin Helene Pattermann vom Climate Lab.
Bioökonomie beschreibt eine Wirtschaftsweise, die nicht auf
fossilen Rohstoffen, sondern auf nachwachsenden und biologisch
abbaubaren Ressourcen basiert. Um Stoffströme effizient,
ressourcenschonend und langfristig tragfähig zu gestalten, kommt es
auf das Zusammenspiel von Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft an. „
Wir brauchen keine Dekarbonisierung, eine Defossilisierung reicht uns
völlig aus “, erklärt Thomas Timmel , Geschäftsführer der BioBASE in
Anspielung darauf, dass Kohlenstoff der zentrale Baustein einer jeden
Bioökonomie ist.
Zwtl.: Mehr als nur „das Gleiche in Grün“
Bioökonomie bedeutet nicht, einfach nur fossile durch biogene
Rohstoffe zu ersetzen. Vielmehr braucht es eine transformative,
zirkulär gedachte Bioökonomie, um dem ausufernden Ressourcenverbrauch
und den damit verbundenen Problemen in Wirtschaft und Umwelt wirksam
zu begegnen. „ Eine lineare Wirtschaftsweise funktioniert weder mit
fossilen noch mit nachwachsenden Rohstoffen dauerhaft “, hält Martin
Greimel , Leiter des Zentrums für Bioökonomie der Universität für
Bodenkultur Wien, dazu fest.
Auf die zentrale Rolle der Natur als Grundlage wirtschaftlicher
Wertschöpfung verwies Franz Sinabell vom Österreichischen Institut
für Wirtschaftsforschung (WIFO). Während Kennzahlen wie BIP,
Beschäftigung oder Wertschöpfung sichtbar seien, würden ökologische
Voraussetzungen und externe Kosten oft ausgeblendet.
Zwtl.: Angebot und Nachfrage bei Wertstoffen verbinden
Um Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie künftig besser
zusammenzudenken, ist es entscheidend, zu verstehen, welche biogenen
Rohstoffe und Reststoffe an welchen Orten verfügbar sind und wie
diese kaskadisch genutzt werden können.
Dazu gibt es zwei Schwerpunktprojekte des Climate Lab in diesem
Jahr. Eines lotet Potenziale aus, wie Bauteile bei Sanierungen
wiederverwendet werden können, ein anderes erkundet gemeinsam mit
BioBase neue Anwendungsmöglichkeiten biogener Reststoffe.
Zwtl.: Neuer Schwerpunkt, neue Formen der Zusammenarbeit
Begleitend zu den Schwerpunktprojekten organisiert das Climate
Lab Netzwerkveranstaltungen wie etwa das „Circularity & Bioeconomy
Frühstück“ oder die Circularity Dialoge zu Themen wie nachhaltige
Beschaffung, Bioraffinerien und Logistik als Enabler der
Transformation. Auch Climate Lab Geschäftsführerin Barbara Inmann
freut sich auf die Fortsetzung von Circularity im Climate Lab: “ Bei
uns kommen „Überzeugungstäter:innen“ zusammen, die die konkrete
Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie vorantreiben. Das
Climate Lab blickt mit Tatendrang in die Zukunft. ”
Bildmaterial stellen wir Ihnen gerne auf Anfrage bereit.