Koza/Grüne zu Recht auf Stundenaufstockung: „Worauf noch warten, Frau Ministerin? Einfach umsetzen!“

Wien (OTS) – Erfreut zeigt sich Markus Koza, Arbeits- und
Sozialsprecher der
Grünen, dass nun auch seitens der Regierung endlich Bewegung in
Sachen Recht auf Stundenaufstockung bei Teilzeit kommt. „Es ist zu
begrüßen, dass sich nun auch die Sozialministerin für ein Recht auf
Stundenaufstockung bei Teilzeit erwärmen kann. Bislang sind das
allerdings nur Ankündigungen, wir warten auf Taten.“ Zuletzt wurde
nämlich einmal mehr ein Antrag der Grünen, der genau dieses Recht auf
Stundenerhöhung vorsieht, wenn regelmäßig Mehrstunden geleistet
werden müssen vertagt und auf die lange Bank geschoben. „Wenn es der
Ministerin und der Bundesregierung mit der Umsetzung dieser wichtigen
frauen- und arbeitsmarktpolitischen Forderung tatsächlich ernst ist,
müssten die Regierungsparteien einfach unseren Antrag annehmen. Wir
werden jedenfalls nicht locker lassen.“

Dass durchaus Bedarf nach einer derartigen gesetzlichen Regelung
besteht, zeigen Studien aus dem Jahr 2024, wonach 198.000
Teilzeitbeschäftigte gerne ihre Arbeitszeit erhöhen würden. Zugleich
haben Teilzeitbeschäftigte im Jahr 2024 rund 23 Mio. Mehrstunden
geleistet. „Mit dem Recht auf Stundenaufstockung bei regelmäßig
geleisteten Mehrstunden wäre den betroffenen, vorwiegend weiblichen
Arbeitnehmer:innen, endlich ein wirksamer Hebel in die Hand gegeben,
mit dem sie eine planbare, höhere Arbeitszeit durchsetzen könnten,
statt ständig nur den einseitigen Flexibilitätswünschen der
Arbeitgeber ausgesetzt zu sein.“ Mit einer höheren Arbeitszeit ginge
gleichzeitig eine bessere soziale Absicherung, ein höheres Einkommen
und auch ein höhere Steuer- und Abgabenleistung einher, so Koza
weiter.

Wenn sich Schuman im Rahmen der Budgetverhandlungen – wie
angekündigt – tatsächlich für ein Recht auf Stundenaufstockung
einsetzt, dann solle sie auch gleich die steuerliche Gleichbehandlung
von Überstunden- und Mehrstundenzuschlägen in die Verhandlungen mit
aufnehmen. „Denn auch hier besteht dringender Handlungsbedarf. Es
muss damit vorbei sein, das Zuschläge auf Mehrarbeit bei Teilzeit
steuerlich schlechter gestellt sind, als Zuschläge auf Überstunden
bei Vollzeit. Das ist nicht nur eine Frage der Steuer- sondern auch
der Geschlechtergerechtigkeit. Und gerade die kommenden
Budgetverhandlungen bieten sich an, diese Ungleichbehandlung und
Ungerechtigkeit gegenüber Frauen zu beenden,“ so Koza abschließend.