Wien (OTS) – Ein Schlag ins Gesicht von Kindern in der Schule habe
laut FPÖ-Chef
Herbert Kickl noch niemandem geschadet. VGT-Obperson DDr. Martin
Balluch, selbst Vater zweier kleiner Kinder, dazu: „Diese unfassbare
Behauptung führt in die pädagogische Steinzeit zurück. Sogar Kickl
sollte mittlerweile wissen, dass Gewalt gegen Kinder nicht nur feig
und höchst unmoralisch ist, sondern auch zu schweren Schädigungen der
Psyche führt. Kein Wunder, dass sich die FPÖ daher lieber jeder
Diskussion über moralische Werte entziehen will. Tierschutz ist laut
Gesetz (Bundesabgabenordnung) ein gemeinnütziger Zweck, dessen
Förderung steuerbegünstigt wurde, weil er im Interesse der
Gesellschaft ist. Tierschutz bedeutet, wie § 1 Tierschutzgesetz
lehrt, den Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere. Die
Herzensbildung von Erwachsenen und Kindern bzgl. Tierschutz, also die
Sensibilisierung gegenüber Tierleid, ist von größtem öffentlichen
Interesse. Tierschutz muss daher auch ein zentrales Thema an Schulen
sein. Das Schlagen von Kindern an Schulen ist dagegen ein schwerer
Missbrauch und darf dort keinen Platz haben. Wir müssen unsere Kinder
vor der FPÖ schützen!“
Sämtliche Aussagen der FPÖ in ihrer Aussendung zum
Tierschutzvortrag des VGT in Guntersdorf sind falsch. Es gab keine
blutigen Bilder, das Thema waren Haustiere und der Vortrag hat schon
im letzten Oktober stattgefunden. Der VGT führt sein Projekt
„Tierschutz Unterricht“ bereits seit 1995 durch und das Feedback ist
extrem positiv. Es werden von in moderner Pädagogik ausgebildeten
Lehrkräften spielerisch und altersangepasst Fakten präsentiert und
Diskussionen angeregt, ohne moralischem Zeigefinger. In Volksschulen
gezeigte Filmaufnahmen stammen fast ausschließlich von glücklichen
Tieren in Lebenshöfen oder aus Tierdokumentationen. Die Kinder sind
begeistert. Alle Menschen, die sich ein Bild machen wollen, sind
herzlich eingeladen, den Tierschutzunterricht zu besuchen. Für die
FPÖ gilt diese Einladung aber nicht, weil nicht ausgeschlossen werden
kann, wenn man Kickls Rede ernst nimmt, dass einige Kinder dann von
der FPÖ geschlagen werden, wenn sie zu kritische Fragen stellen.
Gewalt gegenüber Kindern scheint ja die neue FPÖ-Linie zu sein.“