EBÖ-Präsident Leitl zum Europatag: „Wir brauchen endlich eine politische Union!“

Wien (OTS) – Anlässlich des Europatags am 9. Mai fordert die
Europäische Bewegung
Österreich (EBÖ) – Plattform der pro-europäischen Kräfte in
Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – ein klares Bekenntnis zu einem
stärkeren und handlungsfähigen Europa. Angesichts wachsender
geopolitischer Spannungen müsse Europa seine Kräfte bündeln.

„ Gerade in diesen Tagen, in denen Europa zwischen Trump, Putin
und Xi Jinping in besonderer Weise herausgefordert ist, in einer
Zeit, in der sich alle anderen stärker machen, muss dies auch Europa
tun. Wir brauchen daher endlich eine politische Union “, so EBÖ-
Präsident Christoph Leitl. Europa könne seine Werte, Interessen und
sein Lebensmodell nur wirksam vertreten, wenn es geeint auftrete. „
Wer die Stärke anderer bewundert, zugleich aber durch
Renationalisierung, Überbürokratisierung oder
Einstimmigkeitsblockaden Europa schwächen will, handelt inkonsequent
und gefährdet unser aller Zukunft “, warnt Leitl.

Zwtl.: Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa sind nie
selbstverständlich

Ein starkes Europa sei keine abstrakte Vision, sondern
Voraussetzung für Sicherheit, Stabilität und Wohlstand. Auch
Österreich müsse sich aktiv und konstruktiv an der Weiterentwicklung
der EU beteiligen, so Leitl. Frieden und Freiheit in Europa seien
keine Selbstverständlichkeit, sondern müssten immer wieder verteidigt
werden. Neben der Stärkung der EU-Sicherheitsarchitektur könne auch
der Europarat, dem Österreich vor 70 Jahren beigetreten ist, über
seine bisherige menschenrechtliche, demokratische und soziale
Dimension hinaus einen Beitrag zu einer neuen gesamteuropäischen
Sicherheitsarchitektur leisten, so Leitl.

Wie eng diese europäische Verantwortung auch mit persönlicher
Haltung und gesellschaftlicher Debatte verbunden ist, zeigte die EBÖ
am 5. Mai, dem Europatag des Europarates: Gemeinsam mit der
Europäischen Föderalistischen Bewegung Wien und dem Verbindungsbüro
des Europäischen Parlaments in Österreich veranstaltete die EBÖ ein
literarisch-politisches Gespräch mit dem österreichischen
Schriftsteller Robert Menasse zu seinem neuen Buch „Die
Lebensentscheidung“. Im Mittelpunkt stand Europa dabei nicht nur als
institutionelles Projekt, sondern als persönliche, politische und
gesellschaftliche Entscheidung.

„ Eine handlungsfähige politische Union ist keine Option für
irgendwann. Sie ist eine Überlebensnotwendigkeit. Der Europatag
erinnert uns daran, dass Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa
nie selbstverständlich waren – und dass jede Generation neu
Verantwortung dafür übernehmen muss “, so EBÖ-Präsident Leitl
abschließend.