„Bewusst gesund“ über Erkenntnisse aus der Gendermedizin

Wien (OTS) – Dr. Christine Reiler präsentiert im
ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst
gesund“ am Samstag, dem 9. Mai 2026, um 17.30 Uhr in ORF 2 und auf
ORF ON folgende Beiträge:

Gleiche Pille – andere Wirkung: Erkenntnisse aus der
Gendermedizin

Dank der Gendermedizin weiß man heute, dass Frauen und Männer oft
anders erkranken und daher unterschiedliche Behandlungen benötigen.
Dabei spielen sowohl biologische Unterschiede als auch das soziale
Geschlecht eine wichtige Rolle. Besonders deutlich zeigen sich
geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Wirkung und
Verträglichkeit von Medikamenten. Im Fokus stehen dabei
Schmerzmittel, aber auch Blutdrucksenker, einige Antidepressiva und
bestimmte Herzmedikamente können unterschiedliche Wirkungen erzielen.
In klinischen Studien orientierte man sich lange Zeit an Daten von
Männern – aus Vorsichtsgründen, um mögliche Risiken für bestehende
oder zukünftige Schwangerschaften bei Frauen zu vermeiden. Dieser
Umstand führte aber dazu, dass Wirkung und Nebenwirkungen von
Medikamenten bei Frauen weniger gut erforscht sind. Zwar ist der
Anteil an Frauen in klinischen Studien in den vergangenen Jahren
gestiegen, für verlässliche Erkenntnisse müssten Studien jedoch die
Realität besser abbilden – durch eine ausgewogenere Beteiligung der
Geschlechter und unter Berücksichtigung, wie häufig Frauen und Männer
von einer Erkrankung betroffen sind. Gestaltung: Marie-Christine
Kollos

Studiogespräch: „Mental Load“ – Wenn die To-do-Liste zur Last
wird

Einkäufe planen, Arzttermine organisieren, an Geburtstage denken,
den Urlaub buchen – vieles davon bleibt in Familien an einer Person
hängen und wird von den anderen nicht als Arbeit eingestuft. Dabei
können nicht nur die Tätigkeiten an sich, sondern auch das Drandenken
erschöpfend sein und zur Last werden. Mental Load beschreibt die
unsichtbare, oft dauerhafte gedankliche Verantwortung für
Organisation, Planung und Koordination des Alltags. Die permanente
„To-do-Liste“ im Kopf, die meist Frauen betrifft. Psychotherapeutin
Barbara Schrammel erklärt, warum Mental Load mehr ist als
gewöhnlicher Stress und weshalb es wichtig ist, Verantwortung bewusst
zu teilen.

Therapie unter Tage – wie ein Heilstollen bei Asthma hilft

Der Heilstollen im steirischen Oberzeiring wird seit mehr als 100
Jahren als ergänzende Therapie für Menschen mit Asthma bronchiale
genutzt. Rund 500.000 Betroffene gibt es in Österreich. Medikamente
allein reichen zur Behandlung oft nicht aus, daher empfehlen
Fachleute den Betroffenen, auch die Auslöser der Erkrankung zu
meiden. Doch wie gelingt das in einer Umwelt voller Pollen, Feinstaub
und Schadstoffen? Viele Erkrankte profitieren von der konstant
kühlen, feuchten Luft tief im Berg. Die Behandlung ersetzt keine
Medikamente, kann aber Symptome deutlich lindern und die benötigte
Medikamentendosis reduzieren. Studien zeigen: Entzündungen gehen
zurück, die Atmung wird erleichtert. Eine Heilung ist zwar nicht
möglich – doch die Lebensqualität verbessert sich oft spürbar.
Gestaltung: Denise Kracher

„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema „Leben mit Herzschrittmacher“

Ein Herzschrittmacher ist ein kleines medizinisches Gerät, das
den Herzrhythmus überwacht und bei Bedarf elektrische Impulse abgibt,
damit das Herz regelmäßig schlägt. Er kommt zum Einsatz, wenn das
Herz zu langsam oder unregelmäßig arbeitet – und wirft für viele
Betroffene Fragen zum Alltag auf. Was ist bei körperlicher Betätigung
zu beachten? Und können Flüge oder medizinische Untersuchungen den
Herzschrittmacher beeinflussen? Das erklärt Prof. Dr. Siegfried
Meryn.

Fitnesstraining am Dancefloor

Tanzen liegt im Trend – und das nicht nur auf der Bühne oder im
Club, sondern zunehmend auch im Fitnessbereich. Das „Tanzworkout“,
eine neue Trainingsmethode aus den USA, verspricht Spaß und Sport zu
vereinen – eine effektive und zugleich unterhaltsame Möglichkeit,
etwas für die Gesundheit zu tun. In London und Berlin schon weit
verbreitet, hält das Tanzworkout, das in Discos und Tanzclubs
abgehalten wird, auch bei uns Einzug. Dabei ist der ganze Körper
gefordert: Ausdauer, Kraft, Koordination und Beweglichkeit werden
gleichermaßen gefördert. Gleichzeitig wirkt sich die Bewegung zur
Musik positiv auf das Wohlbefinden aus, baut Stress ab und kann sogar
die mentale Gesundheit stärken. „Bewusst gesund“ hat sich eine
Trainingseinheit angesehen. Gestaltung: Steffi Zupan