Hammer/Grüne: Antisemitismus bleibt auf alarmierend hohem Niveau – konsequentes Handeln notwendig!

Wien (OTS) – Der heute präsentierte Jahresbericht der
Antisemitismus-Meldestelle
der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) für 2025 zeigt ein weiterhin
besorgniserregendes Bild: Mit 1.532 dokumentierten Vorfällen wurde
erneut ein Höchststand erreicht. „Diese Zahlen sind ein deutlicher
Auftrag an die Politik, den Kampf gegen Antisemitismus mit aller
Konsequenz fortzuführen und weiter auszubauen“, reagiert Lukas
Hammer, Sprecher der Grünen für Rechtsextremismus, Antisemitismus und
Gedenkpolitik.

Besonders alarmierend sei, dass Antisemitismus längst nicht mehr
nur in einzelnen Vorfällen sichtbar werde, sondern zunehmend als
dauerhafte Belastung den Alltag vieler Jüdinnen und Juden präge. „Der
Bericht macht deutlich, dass wir es nicht nur mit einzelnen Taten,
sondern mit einem gesamtgesellschaftlichen Klima zu tun haben, das
Betroffene unter permanenten Druck setzt. Dieser ‚atmosphärische
Antisemitismus‘ darf nicht zur Normalität werden“, so Hammer.

Die starke Zunahme antisemitischer Inhalte in sozialen Medien
sowie der hohe Anteil von israelbezogenem Antisemitismus zeigen laut
Hammer, wie sehr internationale Konflikte auch in Österreich
nachwirken: „Gerade deshalb ist es entscheidend, klar zwischen
legitimer Kritik und antisemitischen Ressentiments zu unterscheiden
und Letzteren entschieden entgegenzutreten.“

Hammer betont zudem die Bedeutung von Prävention und Bildung:
„Antisemitismus ist eine Querschnittsideologie, die in allen
gesellschaftlichen Bereichen vorkommt. Es braucht daher umfassende
Maßnahmen – von politischer Bildung über konsequente Strafverfolgung
bis hin zur Stärkung von Meldestellen und zivilgesellschaftlichem
Engagement.“

Abschließend verweist Hammer auf die historische Verantwortung
Österreichs: „Die Erfahrungen des Nationalsozialismus verpflichten
uns, Antisemitismus in jeder Form entschieden zu bekämpfen. Eine
starke Erinnerungs- und Gedenkpolitik bleibt daher unverzichtbar –
gerade in Zeiten, in denen antisemitische Narrative wieder an Boden
gewinnen.“