Gesundheitsplan 2040+ im Waldviertel: Start des Umbaus am LK Horn

St. Pölten (OTS) – Die Neuerungen zum Gesundheitsplan 2040+ im
Waldviertel und geplante
bauliche Maßnahmen in den Kliniken stellte heute, Mittwoch, Landesrat
Anton Kasser mit LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam, Andreas
Reifschneider, Geschäftsführer der Gesundheit Waldviertel GmbH und
dem kaufmännischen Direktor Franz Huber im Zuge einer Pressekonferenz
im Landesklinikum Horn vor: „Ziel des Gesundheitsplans ist es, die
beste gesundheitliche Versorgung der Patientinnen und Patienten zu
gewährleisten, egal ob im städtischen Bereich oder im ländlichen
Raum“, sagte Landesrat Anton Kasser eingangs. Im Waldviertel bestehe
jetzt schon ein sehr vernetztes Gesundheitssystem und „wir starten
heute mit dem Spatenstich beim LK Horn mit den Veränderungen im
Waldviertel. Wichtig ist, dass keine Struktur geschlossen wird, bevor
die neue nicht funktioniert. Die Versorgungssicherheit wird immer
gegeben sein.“

Mit den Kliniken in Horn und Zwettl habe man bereits zwei
wesentliche Schwerpunktkliniken, in Allentsteig mit dem Neuro-
Rehabilitationszentrum ein Novum, in Waidhofen spezielle Angebote,
was Altersmedizin betreffe, so Kasser und weiter: „Gmünd bekommt das
erste Ambulatorium österreichweit, in dem die LGA und die
Gesundheitskasse ein gemeinsames Angebot stellen – mit einer 24/7-
Notfall- und Erstversorgung, einem erweiterten allgemeinmedizinischen
Angebot, einer Radiologie, Fachärzten und tagesklinischen
Operationen.“ In Horn werde Roboterchirurgie Einzug halten, für die
ersten Grundausbaustufen in Horn und Zwettl werden 154 Millionen Euro
investiert, „in Horn wird sich die Generalsanierung mit 330 Millionen
Euro zu Buche schlagen und insgesamt fließt rund eine halbe Milliarde
ins Waldviertel“, sagte Kasser abschließend.

LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam betonte, es sei wichtig, eine
wohnortnahe Versorgung sicherzustellen, und erklärte zwei konkrete
Verbesserungen für das Waldviertel: „Die Urologie wird von Waidhofen
an der Thaya übersiedeln und in Horn gebündelt. Sobald übersiedelt
wurde, wird in Horn ein Chirurgie-Roboter installiert.“ Somit werde
für alle Waldviertler robotische Chirurgie zur Verfügung stehen,
sagte Bräutigam und: „In Horn wird ein großes PET-CT geplant, ein
Großgerät das besonders für die onkologische Diagnostik essenziell
ist.“

Andreas Reifschneider, Geschäftsführer der Gesundheit Waldviertel
GmbH, berichtete, dass die Kliniken im Waldviertel seit vielen Jahren
über Standorte hinweg verbunden seien. Das Haus in Zwettl sei heute
schon sehr ausgelastet „mit 500 endoprotetischen Eingriffen und 500
kleineren orthopädischen Eingriffen.“ In Zwettl werden zwei
Eingriffsräume errichtet, tageschirurgische Eingriffe werden von
Zwettl ausgelagert, „dafür chirurgische Eingriffe in Zwettl
fokussiert“, so Reifschneider. In Gmünd würden erst Veränderungen
vorgenommen, wenn man im Klinikum Zwettl fertig sei: „Die Urologie
wird von Waidhofen an der Thaya voraussichtlich im Mai 2027
übersiedeln und die frei gewordenen Kapazitäten werden für die neuen
Aufgaben vorbereitet“, so der Geschäftsführer. In Allentsteig wurde
ein Investitionsvolumen von sechs Millionen Euro für Infrastruktur
beschlossen.

Der kaufmännische Direktor des LK Horn, Franz Huber, blickte
zurück, dass der Standort Horn seit 1993 in Betrieb sei, der Standort
bedürfe deshalb einer Generalsanierung: „1993 hatten wir 500
Mitarbeiter, heute weit über 1.000.“ Es werde ein Ausweichquartier in
Holzbauweise geschaffen, das Bestand habe: „Wir schaffen aus
medizinischer und pflegerischer Sicht ein Zentrum der Urologie und
damit Platz für eine gesamte Station.“ Das PET-CT sei eine wichtige
diagnostische Infrastruktur für die gesamte Bevölkerung im
Waldviertel, aber auch im Weinviertel, „aber auch Histologie und
Serologie brauchen eine infrastrukturelle Erneuerung.“ Zusätzlich
schaffe man für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter adäquate
Arbeitsbedingungen. Auch die Ausbildungsstätten bräuchten
zusätzlichen Platz, „damit die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor
Ort eine Ausbildungsmöglichkeit haben und auch hier in Horn bleiben“,
ergänzte Huber. Für den ersten Schritt, den Bau der Ausweichfläche,
werden 90 Millionen Euro investiert. „Die Augenabteilung wird ins
Erdgeschoss des Haupthauses kommen.“

Nähere Informationen beim Medienservice der NÖ
Landesgesundheitsagentur unter E-Mail [email protected] , bzw.
beim Büro LR Anton Kasser unter 0676/81212345, Jan Teubl, und E-Mail
[email protected] .