Lobauautobahn: Teuerste Sackgasse Österreichs ist keinen Rechtsbruch wert

Wien (OTS) – Als teuerste Sackgasse Österreichs bezeichnet die
Umweltorganisation
VIRUS den Freilandabschnitt der S1 zwischen Süßenbrunn und Groß-
Enzersdorf, für den derzeit Vorarbeiten angelaufen sind. Sprecher
Wolfgang Rehm „Ohne den nicht realisierbaren Lobautunnel ist dieser
teure Wurmfortsatz praktisch funktionslos und keinen Rechtsbruch
wert. Durch den sich abzeichnenden Wegfall des
Unternehmensgegenstandes ist dort jedwede Tätigkeit der Asfinag,
darunter die aktuell betriebenen Vorarbeiten, rechtswidrig“

Dies folge aus dem Ende März von VIRUS vorgelegten
Rechtsgutachten in Verbindung mit der Stellungnahme der EU-Kommission
im laufenden Vorabentscheidungsverfahren vor dem Europäischen
Gerichtshof. „Diese Sackgasse darf im Übrigen nicht – wie geschehen –
als Zubringer verharmlost werden, sondern soll mit vollem
Autobahnquerschnitt und Mitteltrennung umgesetzt werden“, stellt Rehm
klar. Ein Kurswechsel sei dringend geboten. „Jahrzehntelang
kultivierte Überheblichkeit seitens des verwöhnten Duos aus
Verkehrsministerium und Asfinag, das jahrzehntelang davon ausgehen
konnte, dass immer sein Wille geschehe steht einem Kurswechsel im
Wege. Dennoch gebietet es die Vernunft, den rechtswidrigen und teuren
Versuch einfach nur Fakten zu schaffen abzubrechen,“ so Rehm. Auch
die Umweltorganisation VIRUS ruft zur Teilnahme an der Kundgebung am
Samstag, dem 18.4.2026 ab 15:00 Uhr im Esslinger Jazzpark, Wien 22
auf.