Wien (OTS) – Als „Skandal von der ersten bis zur letzten Minute“
kritisierte heute
FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker, MA
die gestrige ORF-Sendung „ZIB 2 History: 70 Jahre FPÖ – Aufstieg des
Dritten Lagers“. Mit dieser „Pseudo-Dokumentation“ habe der ORF mehr
über sich selbst ausgesagt als über die Geschichte der Freiheitlichen
Partei: „Leider wenig überraschend war das wieder einmal ein
Selbstbekenntnis des ORF als Systempropagandafunk und Anti-FPÖ-
Agitationsorgan. Fast schon manisch versuchte ZIB-Redakteurin Margit
Laufer, in jedem Satz die Begriffe ‚Nationalsozialismus‘ oder
‚nationalsozialistisch‘ einzubauen, während ausgewiesene FPÖ-Hasser
wie die Chefreporterin der Wiener Linksaußen-Postille ‚Falter‘
Horaczek ihre ideologietriefenden Ergüsse zum Besten geben durften.
Unterm Strich ist diese Sendung ein Bilderbuchbeispiel dafür, wie
propagandistisches Negativ-Framing funktioniert, das aber in einem
öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der noch dazu mit einer Zwangssteuer
finanziert wird, absolut gar nichts verloren hat!“
Die plumpe Absicht des linksgedrallten ORF, die FPÖ in ein
möglichst negatives Licht zu rücken, zeige sich auch in dem Umstand,
dass für Österreich positive Aspekte und Verdienste der
Freiheitlichen ganz einfach unter den Teppich gekehrt wurden. „Mit
keiner Silbe wurde etwa erwähnt, dass es die FPÖ war, die den
jahrzehntelangen Proporz von SPÖ und ÖVP aufgebrochen und in der
demokratiepolitischen Entwicklung als Gegengewicht zum faktischen
Zweiparteienstaat von Rot und Schwarz, der alle Bereiche des
öffentlichen Lebens durchdrang, eine zentrale Rolle eingenommen hat.
Der Grund für dieses Totschweigen liegt aber auf der Hand, ist der
ORF doch selbst Teil und tragende Säule des Restbestands dieses
Machtsystems“, schilderte Hafenecker.
Dementsprechend sei es auch folgerichtig, wenn der ORF wieder
versucht habe, das so uralte wie falsche Narrativ von SPÖ und ÖVP
nachzubeten, wonach die FPÖ als „Sammelbecken ehemaliger
Nationalsozialisten“ gegründet worden sei, während beide Parteien
selbst bis auf „ein paar braune Flecken“ davon rein seien: „Diese
Darstellung kann man nur als Geschichtsklitterung bezeichnen, denn
sowohl bei der SPÖ als auch bei der ÖVP gaben sich Personen mit NS-
Vergangenheit die Klinke in die Hand und kletterten die
Karriereleiter hoch. So war der SPÖ-Landeshauptmann des Burgenlands
Theodor Kery einstiges NSDAP-Mitglied, genauso wie eine ganze Reihe
roter Bundesminister der 1970er Jahre. Nicht zu vergessen auch der NS
-Euthanasiearzt Heinrich Gross, der an der Ermordung von Kindern am
Wiener ‚Spiegelgrund‘ beteiligt war und nach 1945 in der SPÖ Aufnahme
fand, von der er erst 1982 ausgeschlossen wurde. Ähnlich war es bei
der ÖVP: Sie machte das ehemalige NSDAP-Mitglied Karl Schleinzer zu
ihrem Bundesparteiobmann und Minister. Dieselbe Vergangenheit teilten
auch zahlreiche ihrer Abgeordneten in Bund und Ländern – sowie Franz
Murer, NS-Täter, unter seinen Opfern als ‚Schlächter von Vilnius‘
berüchtigt und später als ÖVP-Bezirksbauernvertreter tätig. Diese
Aufzählung von SPÖ- und ÖVP-Politikern mit NS-Vergangenheit ließe
sich noch lange fortsetzen – von C wie Czettel Hans bis W wie
Wallnöfer Eduard. In ORF-Produktionen über die beiden Parteien
spielten diese Fakten interessanterweise aber nie eine große Rolle.“
Auch mit diesem „manipulativen Machwerk“ zur Geschichte der FPÖ
werde der ORF wie schon zuvor keinerlei Erfolg haben: „Die Menschen
haben diese Propagandaleier schon längst durchschaut und sehen nicht
ein, warum sie diese auch noch mit einer Zwangssteuer finanzieren
sollen.“