Wien (OTS) – Die Hasen hoppeln wieder: In zwei Wochen wird Ostern
gefeiert. Für
den Einzelhandel ist Ostern nach Weihnachten das zweitwichtigste
Familienfest im Jahresverlauf. Was die heimischen Osterhasen am 5.
April verschenken, wo sie ihre Präsente kaufen und in welchen
Bundesländern die Menschen am spendabelsten sind, hat der
Handelsverband gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Reppublika
erhoben.
Zwtl.: Trend zu individuelleren Geschenken legt zu
„ Der Osterhase spart nicht, aber er schenkt heuer bewusster und
persönlicher. Der Krieg im Nahen Osten erhöht die Unsicherheit. Das
spürt auch der Handel. Die Menschen kaufen überlegter und geben heuer
im Schnitt 150 Euro rund um Ostenr aus “, sagt Rainer Will ,
Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen
Handelsverbands. „ Gleichzeitig sehen wir einen Trend hin zu
individuelleren Geschenken – vom selbstgemachten Präsent über den
Einkauf am lokalen Ostermarkt bis hin zu gemeinsamen Erlebnissen. Das
zeigt, dass man in angespannten Zeiten näher zusammenrückt. Aber
natürlich darf auch heuer der Schokohase in keinem Osternest fehlen:
Süßigkeiten bleiben die klare Nummer eins unter den Ostergeschenken.“
Laut aktuellem Consumer Check des Handelsverbands wollen die
Österreicher:innen heuer rund 150 Euro pro Kopf für Geschenke und das
Osterfest ausgeben. Das ist etwas weniger als im Vorjahr (159 Euro),
aber mehr als 2024 (145 Euro). Knapp 19% der Befragten planen heuer,
nichts zu Ostern zu verschenken – das hat oftmals religiöse oder
familiäre Gründe. Insgesamt rechnet der österreichische Einzelhandel
so mit einem Umsatz von über 260 Millionen Euro .
Zwtl.: Geschenke-Ranking: Schokohasen, Ostereier & Spielwaren an der
Spitze
1. Schoko-Osterhasen & Süßwaren: 52%
2. Gefärbte Eier: 41%
3. Spielwaren: 21%
4. Blumen & Pflanzen: 19%
5. Selbstgekochtes & Selbstgebackenes: 16%
6. Gutscheine: 15%
7. Gemeinsame Zeit/Ausflug: 14%
8. Auswärts essen/trinken gehen: 11%
9. Bücher: 10%
10. Dekorationsartikel: 10%
Für klassische Osternester mit gefärbten Eiern und Süßigkeiten
werden heuer im Schnitt 29 Euro ausgegeben (VJ: 33 Euro), für
sonstige Geschenke 43 Euro (VJ: 48 Euro). Für das Festessen oder den
Osterbrunch planen die Österreicher:innen im Schnitt 57 Euro ein (VJ:
59 Euro), für Deko-Artikel 21 Euro (VJ: 19 Euro).
Wie wichtig den Österreicher:innen insbesondere der Kauf frischer
Lebensmittel für das österliche Festmahl ist, zeigt sich daran, dass
der Karfreitag für den Lebensmittelhandel bei den Umsätzen der
zweitstärkste Tag des Jahres ist. r-Vergleich: Salzburg, OÖ, NÖ &
Burgenland top
Am spendabelsten zu Ostern zeigen sich die Bewohner:innen der
Bundesländer Salzburg und Oberösterreich mit 162 Euro pro Kopf,
gefolgt von Niederösterreich und dem Burgenland mit 154 Euro. Hier
das Regionen-Ranking:
1. Salzburg/Oberösterreich: 162 Euro
2. Niederösterreich/Burgenland: 154 Euro
3. Steiermark/Kärnten: 153 Euro
4. Vorarlberg/Tirol: 143 Euro
5. Wien: 138 Euro
Zwtl.: Klarer Trend zu regionalen Händlern
Ein klarer Trend zeigt sich auch in Richtung Regionalität: 68%
der Konsument:innen wollen heuer bewusst bei österreichischen bzw.
regionalen Händlern einkaufen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem
Vorjahr (62%).
Ostern bleibt damit ein Fest des stationären, lokalen Handels:
Mehr als jede:r Zweite (55%) kauft im Supermarkt oder beim Diskonter
ein, jede:r Dritte (32 %) geht in ein Shoppingcenter , jede:r Vierte
(24%) in eine Einkaufsstraße . 17% erledigen auch auf einem Markt
ihre Oster-Besorgungen, 14% besuchen spezielle Ostermärkte . Der
Onlinehandel spielt zwar eine Rolle, bleibt aber nachrangig. 13%
kaufen bei heimischen, 12% bei deutschen oder anderen europäischen
Online-Shops. Nur 4% wollen für Ostern bei Fernost-Plattformen
Einkäufe tätigen.
„ Regionalität gewinnt wieder an Bedeutung. Viele Menschen wollen
gezielt heimische Betriebe unterstützen – gerade in wirtschaftlich
und geopolitisch herausfordernden Zeiten “, freut sich
Handelssprecher Rainer Will . „ 68 % wollen heuer bewusst regional
einkaufen und mit ihren Ausgaben den nachhaltigen Konsum stärken. Das
ist ein starkes Zeichen des Zusammenhalts.“
Zwtl.: Über den Consumer Check
Die zugrunde liegende, repräsentative Umfrage wurde von
Reppublika Research im März 2026 unter 1.014 Personen in Österreich
durchgeführt.