Wien (OTS) – Am Donnerstag startete die zweitägige Klausur des Roten
Rathausklubs
im burgenländischen Andau. Unter dem Motto „Wien voran – Arbeit.
Aufschwung. Zukunft.“ werden Zukunftsprojekte präsentiert, die Wien
noch lebenswerter machen. Rund 160 Delegierte sind der Einladung des
Klubvorsitzenden Josef Taucher gefolgt, darunter Mitglieder des
Stadtsenats, das Klubpräsidium sowie die Mandatar*innen des Wiener
SPÖ-Klubs. Unter den Ehrengästen sind auch Wiens Bürgermeister
Michael Ludwig, der Klubvorsitzende des SPÖ-Parlamentsklubs Philip
Kucher, der Klubvorsitzende der SPÖ Burgenland Robert Hergovich sowie
zahlreiche Nationalratsabgeordnete.
Den Auftakt machte der SPÖ-Klubvorsitzende und Gastgeber Josef
Taucher. Die Klubklausur sei weit mehr als ein Arbeitstreffen. Sie
markiere den Zeitpunkt, um die Weichen für die Zukunft zu stellen und
den Startschuss für neue, mutige Projekte zu setzen. Die Welt sei im
Wandel, Kriege und globale Krisen stellen Politik und Gesellschaft
vor neue, noch nie dagewesene Herausforderungen. „Wenn wir jedoch
eines mit Sicherheit sagen können, dann ist es, dass wir
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Zeiten der Unsicherheit
der Fels in der Brandung sind. Wir stehen Seite an Seite mit den
Wienerinnen und Wienern und übernehmen Verantwortung. Wir in Wien
stehen für Stabilität, Sicherheit und Fortschritt und bieten
Antworten und Lösungen für ein gutes, sozial gerechtes und
enkeltaugliches Wien. In unruhigen Zeiten braucht es eine ruhige Hand
und eine verlässliche Politik. Es braucht jemanden, der Brücken baut
und verbindet – und das ist unser Bürgermeister Michael Ludwig“,
läutete der Klubvorsitzende die diesjährige Arbeitsklausur ein.
Es mache einen Unterschied, wer in Wien die politische
Verantwortung trage, unterstrich Taucher. „Wenn wir auf die letzten
Jahre schauen, auf die Krisen, die Pandemie, die Teuerung, dann sehen
wir, dass die verantwortungsvolle und vorausschauende Politik unseres
Bürgermeisters Wien im Vergleich zu anderen Bundesländern nicht nur
gut, sondern gestärkt durch diese Krisen gebracht hat.“ Während die
meisten Bundesländer 2024 Rückgänge oder Stagnation erlebten, konnte
Wien als einziges Bundesland seine Position als Wirtschaftsmotor
behaupten. Taucher dazu: „Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis
konsequenter Investitionen in den Wirtschaftsstandort Wien. Wir haben
in die Daseinsvorsorge investiert, denn eine starke Daseinsvorsorge
bildet das Fundament einer aufstrebenden, krisenresistenten Stadt.“
Taucher hob in diesem Zusammenhang etwa den U-Bahn-Ausbau oder
die Unterstützung des Wiener Arbeitnehmer*innen Förderungsfonds
hervor. Damit setze Wien essenzielle Impulse in eine starke
Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze. Gleichzeitig verfolge man das
Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, konsequent weiter. „Wir
investieren in eine klimaneutrale Zukunft, damit unsere Kinder und
Kindeskinder ein gutes Leben in dieser Stadt führen können“, so der
Klubvorsitzende, und weiter: „Wir entsiegeln und begrünen in dicht
bebauten Stadtgebieten, pflanzen Bäume, Sträucher und Gräser und
verpassen Straßenzügen und Grätzln im Rahmen der Offensive ‚Raus aus
dem Asphalt‘ ein nachhaltiges, klimafittes Facelift. Gleichzeitig
bauen wir die Grün- und Erholungsräume aus und schaffen verlängerte
Wohnzimmer ins Freie.“
Zudem treibe die Stadt Wien ihre Renaturierungsoffensive durch
Großprojekte wie der Schaffung des Naturschutz-Areals Breitenlee
weiter voran. „Auf dem 90 Hektar großen Gelände des ehemaligen
Verschiebebahnhofs in Breitenlee sichert Wien die Artenvielfalt für
die Zukunft. Statt Beton und Schienen kommen grüne Wiesen und neue
Wälder. Es entsteht ein wertvoller Rückzugsort für bedrohte Arten wie
den Wiedehopf oder den Neuntöter. Gleichzeitig schaffen wir eine
grüne Verbindung zwischen Bisamberg und Lobau – eine Lunge für die
Donaustadt. Hier entsteht neuer Erholungsraum für die Wienerinnen und
Wiener, ein Stück Natur zum Durchatmen“, so Taucher.
Zur Erreichung der Klimaziele gehöre auch der Ausbau der
Erneuerbaren Energien. „Die Energietransformation ist ein
wesentlicher Schritt, um bis 2040 klimaneutral zu sein. Deshalb
treiben wir mit Hochdruck den Ausbau der Photovoltaik und Geothermie
voran, wir investieren in Großwärmepumpen, Windkraft und Wasserstoff,
um die Wienerinnen und Wiener mit Strom und Wärme ‚made in Vienna‘
versorgen zu können“, so Josef Taucher.
Der Ausbau der Erneuerbaren sei aber nicht nur ein wichtiger
Schritt zur Erreichung der Wiener Klimaziele, sondern auch zur
Absicherung der Energieversorgung. „Je mehr Strom wir regional
erzeugen, desto besser fürs Geldbörsl. Nur so kommen wir raus aus Gas
und sichern langfristig stabile, leistbare Preise für alle
Wienerinnen und Wiener. Die Energiewende ist aber auch ein
wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Denn der Ausbau Erneuerbarer Energien
und die damit verbundenen Investitionen schaffen nachhaltige
Arbeitsplätze“, so Taucher.
Die Klubklausur des Roten Rathausklubs kann via Livestream
mitverfolgt werden: https://rathausklub.spoe.wien/artikel/unsere-
klubtagung-2026