Wien/Salzburg (OTS) – Die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen
zeigen klar: Ein
erheblicher Teil des Preis- und Kostendrucks in Österreich ist
hausgemacht. Während die Bundesregierung internationale Krisen und
geopolitische Unsicherheiten laufend als Begründung ins Treffen
führt, bleiben die strukturellen Probleme im Inland weiterhin
ungelöst.
Tatsache ist: Österreich leidet unter einem massiven Reformstau.
Ein aufgeblähter Staatsapparat, hohe Abgaben, steigende Belastungen
bei Energie und Verwaltung sowie fehlender Mut zu echten
Strukturreformen schwächen den Standort und belasten die Betriebe Tag
für Tag. Gleichzeitig zeigen die Budgetzahlen, dass der Staat
weiterhin auf einem sehr hohen Einnahmen- und Ausgabenniveau agiert.
Für 2026 werden Staatseinnahmen in Höhe von 52,4 Prozent des BIP
erwartet, davon 45,5 Prozent aus Steuern und Abgaben.
Gerade bei den Energiekosten spüren Unternehmer diese Schieflage
besonders deutlich und aktuell auch bei den Treibstoffkosten.
Mineralölsteuer, CO2-Steuer, Umsatzsteuer und weitere Abgaben treiben
die Kosten nach oben und belasten Betriebe und Standort zusätzlich.
„Die Bundesregierung sucht die Ursachen der Preisprobleme ständig
im Ausland, während sie die hausgemachten Belastungen im eigenen Land
nicht entschlossen angeht. Rekordausgaben, hohe Abgaben und fehlende
Reformen setzen unsere Betriebe massiv unter Druck. Österreich
braucht endlich weniger Bürokratie, mehr Effizienz im Staat und echte
Strukturreformen, damit Leistung wieder Luft zum Atmen hat“, so
Norbert Ranftler, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Salzburg.