Wien (OTS) – Österreichs größter Gesundheitsdienstleister, der Wiener
Gesundheitsverbund, präsentiert heute in seiner Jahres-
Pressekonferenz die zentralen Entwicklungen des Jahres 2025. Neben
medizinischen Innovationen, fortschreitender Digitalisierung und
österreichweiten Premieren stehen auch die Leistungszahlen im Fokus.
Die Patient*innen-Frequenzen sind erneut gestiegen. Im Jahr 2025
verzeichneten die Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes über 5,2
Millionen ambulante Patient*innen-Kontakte, 244.548 Patient*innen
wurden stationär versorgt.
„Einmal mehr zeigt sich die zentrale Rolle des Wiener
Gesundheitsverbundes als größter Akutversorger der Stadt: Alle 2,5
Minuten werden wir von einer Rettungsorganisation angefahren. Der
Wiener Gesundheitsverbund übernimmt somit rund 90 Prozent aller
Rettungsanfahrten in Wien, in der Nacht sind es sogar 94 Prozent“,
betont Generaldirektorin Evelyn Kölldorfer-Leitgeb. Gleichzeitig
entwickelt sich auch die Personalsituation weiterhin positiv: Die
Fluktuation sinkt 2025 auf 8,8 Prozent, der Besetzungsgrad liegt bei
95 Prozent in der Pflege sowie bei 96 Prozent im ärztlichen Bereich
und damit erneut über dem Vorjahresniveau.
Zwtl.: High-End-Medizintechnik und Digitalisierung als
Qualitätsmotoren
Bereits seit 2023 wird die roboterassistierte Chirurgie im Wiener
Gesundheitsverbund sukzessive ausgebaut. Mittlerweile sind 8 Da-Vinci
-Roboter in den Kliniken im Einsatz. Zudem erhielten 2025 die Klinik
Landstraße eine topmoderne biplane Angiografie-Anlage und die Klinik
Donaustadt ein neues MRT-Gerät. „Wir investieren gezielt in Bereiche,
die die Versorgung nachhaltig verbessern: Moderne Medizintechnik,
digitale Vernetzung und innovative Therapien. Unser Anspruch ist es,
Spitzenmedizin für alle Wiener*innen zugänglich zu machen und immer
schonendere Therapie- und Operationsverfahren anbieten zu können“
erklärt Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener
Gesundheitsverbundes. 2025 wurden insgesamt 131.056 Operationen im
Wiener Gesundheitsverbund durchgeführt. Durch den Ausbau der High-End
-Medizintechnik erfolgen heute immer mehr Eingriffe ambulant, die
früher noch mit stationären Aufenthalten verbunden waren.
Zwtl.: Medizinische Premieren stärken Wien als Innovationsstandort
Außerdem war 2025 ein Jahr bedeutender medizinischer Durchbrüche
und österreichweiter Premieren. In der Klinik Floridsdorf führten
Herzchirurg*innen zum ersten Mal in Österreich eine minimal-invasive
Herz-Bypass-Operation mit dem Da-Vinci-Roboter durch. Das AKH Wien
behandelte Patient*innen mit schweren rheumatologischen
Autoimmunerkrankungen erstmals mit im Haus hergestellten CAR-T-
Zellen. Darüber hinaus gelang dort bei drei Patient*innen mit
Hämophilie B eine erfolgreiche Gentherapie, wodurch keine lebenslange
Alternativtherapie mehr erforderlich ist. Und auch das Team der
Klinik Landstraße sorgte für eine Österreich-Premiere, als Ärzt*innen
eine Schilddrüsenoperation mittels Da-Vinci-Roboter minimalinvasiv
über die Achsel durchführten. „Diese Premieren unterstreichen, dass
der Wiener Gesundheitsverbund nicht nur verlässlicher Versorger,
sondern auch einer der führenden Innovationstreiber in der
Gesundheitsversorgung Österreichs ist“, stellt Binder klar.
Zwtl.: Umfassendes Modernisierungsprogramm für die Kliniken der
Zukunft
Das umfassende Modernisierungsprogramm des Wiener
Gesundheitsverbundes läuft auf Hochtouren. Allein bis 2030 investiert
die Stadt insgesamt 3,3 Milliarden Euro in die klinische
Infrastruktur. Die vollständige Umsetzung aller Projekte ist bis 2040
vorgesehen. 2025 konnten weitere wichtige Meilensteine erreicht
werden: In der Klinik Favoriten eröffnete der neue Zubau des
Instituts für Physikalische Medizin und Rehabilitation. Darüber
hinaus wurden Rohbauten in der Klinik Hietzing, der Klinik Ottakring
sowie im Therapiezentrum Ybbs fertiggestellt. Mit dem Spatenstich für
die neue Speiseversorgung in der Klinik Donaustadt startete zudem ein
weiteres zentrales Infrastrukturprojekt. „Unsere Bauprojekte werden
konsequent nach modernsten ökologischen und medizinischen Standards
umgesetzt. Damit schaffen wir die strukturellen Voraussetzungen für
eine Medizin der Zukunft, die noch stärker in spezialisierten
Schwerpunkten organisiert sein wird“, betont Generaldirektorin-
Stellvertreter Herwig Wetzlinger.
Zwtl.: Ausblick 2026: Konsequente Weiterentwicklung
Parallel zur baulichen Modernisierung treibt der Wiener
Gesundheitsverbund 2026 organisatorische Innovationen voran. Ein
Technologie-Sprung steht mit der Einführung des ersten Bronchoskopie-
Roboters Österreichs in der Klinik Floridsdorf bevor. Das hochmoderne
Verfahren ermöglicht eine besonders präzise und frühzeitige
Diagnostik von Lungenkarzinomen. Zusätzlich wird mit der Anschaffung
eines weiteren Da-Vinci-Systems in der Klinik Hietzing
robotergestützte Chirurgie in allen Kliniken des Wiener
Gesundheitsverbundes verfügbar sein.