Uttendorf bei Braunau/Wien (OTS) – Für Menschen mit normalem
ethischen Empfinden ist es kaum erträglich.
In Uttendorf bei Braunau am Inn haben am 28. Februar 2026 abends
zahlreiche Jäger:innen fast 200 tote kleine Beutegreifer stolz auf
den Asphalt gelegt und sich selbst dafür gefeiert, wie der VGT
zusammen mit RespekTiere dokumentieren konnte. Angekarrt sind die
Tiere mit Scheibtruhen worden und dann lieblos auf den Boden
geworfen. „Stücke“ sind für die Jägerschaft diese Individuen, die sie
abknallen wollen, wie in ihrer Ankündigung für diesen makaberen Event
steht. Als handelte es sich nicht um Lebewesen wie Du und ich, aus
Fleisch und Blut, mit einer Freude am Leben, mit einer Liebe für ihre
Partner:innen und ihre Kinder. Völlig sinnlos aus dem Leben gerissen!
Und das zu einer Zeit, in der einige der Tiere durchaus bereits
schwanger sein können, oder Partner schwangerer zukünftiger Mütter
sind, die jetzt ohne die Hilfe ihres Partners auskommen müssen. Mit
den getöteten Tieren bei diesem Massaker starben daher sehr
wahrscheinlich auch einige Kinder mit.
Es gibt keine einzige gute Begründung, Füchse zu töten. Auf fast
dem gesamten Grundbesitz der Stadt Wien, immerhin Österreichs
zweitgrößter Grundbesitzer, findet längst keine Fuchsjagd mehr statt,
ebenso in Luxemburg. Und was ist der große Schaden, der ohne
Fuchsjagd entstehen soll? Es gibt keinen. Noch rätselhafter ist die
Begründung dafür, 10 Dachse erschossen zu haben. Wem haben diese
Tiere etwas getan? Was ist ihr Verbrechen gewesen? Die Jagd auf die
kleinen Beutegreifer sollte längst verboten sein!
VGT-Obperson DDr. Martin Balluch dazu: „Ich habe viele Jahre lang
in einem Wildtierspital mitgeholfen, u.a. auch von der Jagd verletzte
Füchse ins Spital gebracht, gepflegt und wieder ausgesetzt. Ich habe
sie auch oft beobachtet und gefilmt, sowohl mitten in der Stadt in
Wien, als auch bei mir im Wald in der Obersteiermark. Ich spüre eine
enge innere Verbindung zu Füchsen, sie sind so wunderschön. Ebenso zu
den Dachsen, die regelmäßig bei mir vorbeikommen und sich durch meine
Präsenz nicht irritieren lassen. Und eine Marderfamilie wohnt in
meinem Dachboden. Wie kann man diese Tiere nur so hassen, dass man
sie mit Lust und Freude tötet? Wie kann man sich dafür feiern,
derartig viele dieser Tiere massakriert zu haben? Wie kann man diese
wunderbaren Tiere nur als ‚Stücke‘ bezeichnen? Die Einstellung dieser
Jäger:innen, die abseits jedes tierethischen und ökologischen
Empfindens derartige Verbrechen an den Tieren begehen, wird mir immer
völlig unverständlich bleiben!“