Wien (OTS) – Ein aktueller Bericht des Stadtrechnungshofs zu
Beschaffungsvorgängen
der Wien Energie im Bereich der Fernkälteanlagen zeigt massive
Defizite bei Transparenz, Kontrolle und Wirtschaftlichkeit. „Das ist
in keiner Weise akzeptabel“, so der Stadtrechnungssprecher der Wiener
Volkspartei Gemeinderat Michael Gorlitzer in einer ersten Reaktion.
Besonders kritisch sei das völlige Versagen bei der Preisprüfung.
Extreme Einheitspreisabweichungen von bis zu über 1.500 Prozent
wurden ohne vertiefte Prüfung ignoriert. Gleichzeitig erhielt der
Billigstbieter trotz der günstigsten Angebote keinen einzigen
Auftrag. „Vergaben nach intransparenten Kriterien wie angeblicher
Expertise untergraben ebenso jede nachvollziehbare
Beschaffungspraxis“, betont Gorlitzer.
Hinweise auf mögliche Preisabsprachen angesichts auffälliger
Einheitspreisabweichungen seien nicht aufgeklärt worden. „Wenn das
Unternehmen hier untätig bleibt, dann ist das mehr als nur ein
ernstes Warnsignal“, so Gorlitzer und abschließend: „Hier geht es um
Steuergeld in Millionenhöhe. SPÖ und Neos müssen jetzt handeln und
diese Vorgehensweise sofort abstellen.“