Wien (OTS) – Die Semesterferien zählen traditionell zur intensivsten
Zeit für die
ÖAMTC-Flugrettung. Auch heuer waren die Christophorus-Crews stark
gefordert: Zwischen 31. Jänner und 22. Februar absolvierten die ÖAMTC
-Notarzthubschrauber insgesamt 1.605 Einsätze, das entspricht
durchschnittlich 70 Starts pro Tag. Die 18 ganzjährig betriebenen
Stützpunkte verzeichneten in diesem Zeitraum 1.306 Alarmierungen.
Dazu kommen insgesamt 299 Einsätze von Alpin 1 (Patergassen), Alpin 2
(Sölden), Alpin 5 (Hintertux) und Alpin Heli 6 (Zell am See). Diese
zusätzlichen Standorte decken einerseits den erhöhten Bedarf im
Winter ab und unterstützen andererseits die regionalen Bergbahnen.
„Die Semesterferien sind für unsere Crews jedes Jahr eine besonders
intensive Phase“, erklärt Marco Trefanitz, Geschäftsführer der ÖAMTC-
Flugrettung. „Die hohe Einsatzfrequenz zeigt, wie wichtig eine
flächendeckende und leistungsfähige Flugrettung für die medizinische
Notfallversorgung ist.“
Neben internistischen und neurologischen Notfällen, die
ganzjährig zu den häufigsten Einsatzgründen zählen, spielten auch
Wintersportunfälle eine bedeutende Rolle: Insgesamt 609 Einsätze
wurden während der Semesterferien auf Österreichs Skipisten geflogen.
Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung transportierten die
Crews 554 Skifahrer:innen, 22 Snowboarder:innen, 12
Skitourengeher:innen sowie 21 weitere Wintersportler:innen zur
weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser.
Regional lag Tirol mit 442 Alarmierungen an der Spitze. Besonders
häufig startete Christophorus 4 in Kitzbühel (116 Einsätze), gefolgt
von C6 in Salzburg (99 Einsätze) sowie C1 in Innsbruck und C14 in
Niederöblarn (je 84 Einsätze). Der einsatzstärkste Tag war der 8.
Februar 2026 mit 90 Alarmierungen.
„Unsere Crews arbeiten auch in Hochphasen ruhig, routiniert,
effizient und auf höchstem medizinischem Niveau“, betont Trefanitz.
„Jeder Einsatz erfordert präzises Zusammenspiel von Pilot:innen,
Notärzt:innen und Flugretter:innen zum Wohle unserer Patient:innen.“
Zwtl.: Versicherungsschutz im alpinen Bereich beachten
Der überwiegende Teil der medizinisch notwendigen
Notarzthubschraubereinsätze wird durch die Sozialversicherung
gedeckt. Bei Sport- und Freizeitunfällen im alpinen Bereich – diese
machen rund zwölf Prozent des Einsatzaufkommens der ÖAMTC-Flugrettung
aus – erfolgt die Verrechnung direkt mit den Patient:innen. „Das
finanzielle Risiko ist jedoch gering“, erläutert Petra Zangerl,
Leiterin der Einsatzverrechnung. „Mehr als 90 Prozent unserer
geflogenen Patient:innen verfügen über einen entsprechenden Schutz –
sei es über diverse Versicherungen oder Mitgliedschaften, darunter
der ÖAMTC Schutzbrief.“
Abschließend appelliert Marco Trefanitz an alle
Wintersportler:innen, verantwortungsvoll unterwegs zu sein: “
Aufeinander Rücksicht nehmen, realistische Selbsteinschätzung und die
Einhaltung der FIS-Regeln tragen wesentlich dazu bei, Unfälle zu
vermeiden.“