Wien (OTS) – Eine Ära geht zu Ende: Mag. Elisabeth Giehser, die die
Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) seit ihrer Gründung im
Jahr 2005 als Geschäftsführerin aufgebaut und geformt hat, tritt mit
Ende Juli 2026 in den wohlverdienten Ruhestand. Die studierte
Juristin und Mutter von drei Kindern übergibt nach über zwei
Jahrzehnten leidenschaftlichen Einsatzes für Umwelt und
Kreislaufwirtschaft eine bestens positionierte Institution an ihren
Nachfolger Mag. Valentin Opfermann (40). Der erfahrene
Wirtschaftswissenschaftler bringt umfassende nationale und
europäische Erfahrung ein, unter anderem aus mehreren Jahren
Tätigkeit in Brüssel sowie aus seiner Funktion als Kabinettschef-
Stellvertreter im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK).
Zwtl.: Pionierarbeit und Meilensteine: 21 Jahre im Dienst der
Kreislaufwirtschaft
Elisabeth Giehser, die in den 90-er Jahren bereits die
Verpackungssammlung in Österreich mit aufgebaut hat, entwickelte die
EAK ab 2005 zu einer wichtigen Institution im Bereich der getrennten
Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten und Altbatterien. In
den Anfangsjahren verantwortete sie als Gründungsgeschäftsführerin im
Sommer 2005 nicht nur die Eröffnung des EAK-Büros innerhalb von
wenigen Wochen, sondern auch den rechtzeitigen Start der komplexen
eKS-Datenbank sowie den Beginn der Abholkoordinierung. Mit der
Einführung der BATT-VO im Jahr 2008 folgte ein wesentlicher
Meilenstein: die Erweiterung der Kompetenzen der EAK auch auf den
Gerätebatterie-Bereich. In den letzten drei Jahren erhielt die EAK
weitere wichtige Aufgabenbereiche dazu, die Giehser mit ihrem Team
aufbaute: den Bereich der Kontrollen der Systempartner:innen zum
Schutz vor Wettbewerbsverzerrungen sowie die Vergabe von
Fördergeldern für Abfallvermeidungs- sowie Reuse-Projekte im Bereich
der Elektrogeräte.
Ihre Expertise brachte sie auch international vor allem durch
enge Kontakte mit den Expert:innen in Deutschland ein, während sie
national vor allem die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung durch
stetig wachsende Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit vorantrieb. So
fielen unter ihre Ägide wegweisende Initiativen wie der Launch des
„Sammelstellenfinders“ auf der Website elektro-ade.at im Jahr 2012
sowie die Professionalisierung der Bildungsarbeit durch die
Entwicklung und Verteilung von über 130 Schulkoffern an
Abfallberater:innen im Jahr 2014 und den Start vieler gemeinsamer
großer Schulprojekte in Österreich. Der Bereich der
Öffentlichkeitsarbeit lag Giehser immer besonders am Herzen.
„Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, die EAK zu dem aufgebaut
zu haben, was sie heute ist: eine verlässliche, neutrale Partnerin
für nachhaltige getrennte Sammlung und Verwertung für
Elektroaltgeräte und Altbatterien in Österreich. Mein Dank gilt
meinem sehr engagierten Team und allen Wegbegleitern – gemeinsam
haben wir bewiesen, dass Fachwissen und Leidenschaft die Welt ein
Stück nachhaltiger machen können. Ich gehe mit einem lachenden und
einem weinenden Auge, aber vor allem mit großer Zuversicht,“ so
Elisabeth Giehser .
Zwtl.: Gebührender Dank für außergewöhnliche Leistungen
Robert Pfarrwaller, Präsident des Aufsichtsrates der EAK , betont
die außergewöhnliche Leistung der scheidenden Geschäftsführerin, die
auch Trägerin des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreich ist:
„Unser großer Dank gilt Frau Giehser, welche die Koordinierungsstelle
als Unternehmen nicht nur als Gründungsgeschäftsführerin in kürzester
Zeit von Null aufgebaut, sondern auch leidenschaftlich und
erfolgreich über 21 Jahre geleitet hat. Eine stetige Ausweitung der
Aufgaben der EAK demonstriert diesen Erfolg und die Kompetenz, welche
Frau Giehser mit ihrem Team jeden Tag lebt. Sie hat die EAK als
starke Partnerin der privaten Abfallwirtschaft, der Kommunen und der
öffentlichen Stellen erfolgreich positioniert und mit Initiativen wie
der Kampagne ‚Her mit Leer‘ für mehr Bewusstsein in der Bevölkerung
gesorgt. Wir bedanken uns ganz herzlich, wünschen ihr für den
weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute und freuen uns mit Herrn
Opfermann einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben – viel Erfolg
in der neuen Aufgabe.“
Zwtl.: Staffelübergabe an die nächste Generation
Mit Valentin Opfermann übernimmt ab Juli 2026 eine erfahrene
Führungspersönlichkeit mit umfassender nationaler und europäischer
Expertise die Geschäftsführung der EAK.
Opfermann verfügt über langjährige Erfahrung in der operativen
Steuerung komplexer Organisationen an der Schnittstelle von Politik,
Verwaltung und Wirtschaft und gilt als strategisch denkender
Gestalter. Aktuell ist er als Kabinettschef-Stellvertreter im BMLUK
tätig, wo er zentrale Dossiers in den Bereichen Nachhaltigkeit,
Umwelt und Recht verhandelt.
Zuvor war er als Abteilungsleiter in der Österreichischen Agentur
für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) tätig, wo er den
Aufbau und die Weiterentwicklung eines neuen Geschäftszweiges
verantwortete, und ein interdisziplinäres Team führte. Auf
europäischer Ebene sammelte Opfermann mehrjährige Erfahrung in
Brüssel, unter anderem als nationaler Experte bei der Europäischen
Kommission.
Valentin Opfermann blickt mit Respekt auf die neue Aufgabe:
„Elisabeth Giehser hat die EAK mit außergewöhnlichem Engagement,
fachlicher Tiefe und Weitblick zu einer zentralen Akteurin der
österreichischen Kreislaufwirtschaft aufgebaut. Mein Ziel ist es, auf
diesem starken Fundament aufzubauen und die EAK in einem zunehmend
komplexen regulatorischen Umfeld strategisch und operativ
weiterzuentwickeln – als verlässliche und zukunftsorientierte
Partnerin für Wirtschaft, öffentliche Hand und Gesellschaft.“
„Mit Valentin Opfermann tritt ein Fachmann meine Nachfolge an,
der das nötige Know-how und auch internationale Erfahrung besitzt.
Ich weiß die EAK bei ihm und meinem ausgezeichneten Team in den
besten Händen,“ so Giehser abschließend.
Bildmaterial von Mag. Elisabeth Giehser und Mag. Valentin
Opfermann finden Sie hier: Bildmaterial