Wien (OTS) – Holz ist der bedeutendste heimische erneuerbare Rohstoff
und spielt
eine zentrale Rolle für Österreichs Versorgungssicherheit. Die
aktuelle Datenerhebung „Holzströme in Österreich“ zeigt, wie
effizient der Rohstoff genutzt wird und welche zentrale Rolle
Nebenprodukte der Forstwirtschaft und Holzverarbeitung für die
Energieerzeugung spielen. In Österreich werden jährlich rund 40
Millionen Festmeter von heimischen Betrieben verarbeitet, davon 19,3
Millionen Festmeter in der Sägeindustrie und 11,3 Millionen Festmeter
in der Papier- und Plattenindustrie. Ein großer Teil der dabei
anfallenden Nebenprodukte und Reststoffe – wie Rinde, Sägespäne und
Waldhackgut – wird für die Erzeugung von Wärme und elektrischer
Energie eingesetzt.
„Holz ist nicht nur ein klimafreundlicher und erneuerbarer Rohstoff,
sondern bildet auch ein zentrales wirtschaftliches Rückgrat für
Österreichs Industrie und den Wirtschaftsstandort Österreich“ ,
betont Umweltminister Norbert Totschnig . „Die fundierte Erhebung der
Holzströme gibt uns eine entscheidende Grundlage, um Wachstum,
Wertschöpfung und Klimaschutz gemeinsam weiterzuentwickeln. Sie
zeigt, wie verantwortungsvoll wir mit unserem wichtigsten heimischen
Energieträger umgehen und hilft uns bei der Schwerpunktsetzung für
die kommenden Jahre. Entscheidend ist es, den Rohstoff Holz
vollumfänglich nachhaltig zu nutzen, vom Sägerundholz bis zum
Energieholz“ , ergänzt er.
Die Grafik „Holzströme in Österreich“ stellt die gesamten
Mengenströme des Rohstoffs entlang der Wertschöpfungskette dar: Von
der Aufbringung über unterschiedliche Verarbeitungswege bis hin zu
stofflicher und energetischer Nutzung. Grundlage dafür sind Daten aus
der gesamten Branchenstruktur, zusammengeführt aus Forstwirtschaft,
Säge- und Holzindustrie, Papier- und Plattenindustrie sowie nationale
Energiestatistiken. Die Analysen werden im Rahmen von klima aktiv
seit 2010 jährlich von der Österreichischen Energieagentur erstellt.
Effiziente und nachhaltige Holznutzung
Die effiziente und nachhaltige Nutzung von Holz ist eine der größten
Stärken der heimischen Forst- und Holzwirtschaft. Ein großer Teil des
Rohstoffs wird in Sägewerken verarbeitet und anschließend zu
hochwertigen Bau- und Holzprodukten weiterverarbeitet. Auch die
Papier- und Plattenindustrie spielt mit ihrer stark
exportorientierten Produktion eine zentrale Rolle. Ergänzend dazu ist
die energetische Nutzung ein wichtiger Bestandteil. Für die
Energieerzeugung kommen vor allem jene Sortimente zum Einsatz, die
sich nicht für eine stoffliche Weiterverarbeitung eignen, sowie
Nebenprodukte aus der Holzernte und der industriellen Bearbeitung.
Bioenergie ist in Österreich die wichtigste erneuerbare Energiequelle
und basiert zu rund 80 Prozent auf Holzbrennstoffen.
Milliardenwertschöpfung und hohe Exportkraft der Holzbranche
Die heimische Forst- und Holzwirtschaft zählt zu den wirtschaftlich
stärksten Sektoren des Landes. Sie erwirtschaftet entlang der
gesamten Wertschöpfungskette einen jährlichen Produktionswert von
rund 10 bis 12 Milliarden Euro und erzielt einen Exportanteil von
etwa 70 Prozent der produzierten Waren. Als einer der wichtigsten
Arbeitgeber im ländlichen Raum sichert die Branche Zehntausende
Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wertschöpfung nachhaltig.
Die vollständige Grafik „Holzströme in Österreich“ sowie ergänzende
Materialien stehen hier zur Verfügung:
klimaaktiv.at/publikationen/holzstroeme-in-oesterreich-2023
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