„Bewusst gesund“ über das „Netzwerk Musikermedizin“

Wien (OTS) – Dr. Christine Reiler präsentiert im
ORF-Gesundheitsmagazin „Bewusst
gesund“ am Samstag, dem 7. Februar 2026, um 17.30 Uhr in ORF 2 und
auf ORF ON folgende Beiträge:

Medizin-Netzwerk für Musiker:innen

Musizieren verlangt dem Körper einiges ab – ob bei Profis oder
ambitionierten Hobbymusikerinnen und -musikern. Verkrampfte
Haltungen, schmerzende Gelenke oder überbeanspruchte Stimmbänder
gehören oft zum Alltag. In Innsbruck gibt es nun erstmals in
Österreich eine spezialisierte Anlaufstelle: das „Netzwerk
Musikermedizin“. Mehrere Kliniken arbeiten hier vernetzt zusammen, um
individuell und fächerübergreifend zu helfen – bevor aus kleinen
Beschwerden große Probleme werden. Das Angebot richtet sich an alle,
die mit Leidenschaft musizieren – ganz gleich auf welchem Niveau.
Gestaltung: Denise Kracher

Herzinfarktrisiko bei Kälte

Der Winter 2026 hat sich bisher von seiner besonders frostigen Seite
gezeigt. In Teilen Österreichs wurden im Jänner sogar Temperaturen
von bis zu –25 °C gemessen. Kalte Temperaturen stellen das Herz-
Kreislauf-System vor besondere Herausforderungen. Beim Wechsel vom
Warmen ins Kalte ziehen sich die Blutgefäße zusammen, der Blutdruck
steigt und das Herz muss gegen einen erhöhten Widerstand arbeiten.
Vor allem bei bestehenden Herzerkrankungen kann dies zu Angina-
Pectoris-Beschwerden oder im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt
führen. Gleichzeitig eröffnen derzeit medizinische Fortschritte neue
Perspektiven in der Kardiologie. Moderne Therapien ermöglichen heute
eine gezielte Beeinflussung der Blutgerinnung, was insbesondere für
Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzinfarkt oder
Schlaganfall von großer Bedeutung ist. Dank präziserer Diagnostik und
dem zunehmenden Einsatz der Präzisionsmedizin können Herzerkrankungen
früher erkannt und individueller behandelt werden, erklärt Dr. Lukas
Fiedler, Kardiologe und Sekretär der Österreichischen Kardiologischen
Gesellschaft.

Hitze und Druck gegen Metastasen

Chemotherapie wird normalerweise systemisch verabreicht, das heißt,
per Infusion oder Tablette vom ganzen Körper aufgenommen – nur ein
kleiner Teil davon landet über das Blut beim Tumor. Ein sehr
ineffektiver Weg, noch dazu mit oft starken Nebenwirkungen wie
Übelkeit, Nervenschäden oder bleierner Müdigkeit. Die Forschung ist
schon lange bemüht, hier andere Methoden zu finden, und in einem
bestimmten Bereich ist das auch schon gelungen. Beim Befall des
Bauchfells mit Krebsgeschwüren kommt die sogenannte HIPEC-Therapie
zum Einsatz. Einfach erklärt: HIPEC wird unmittelbar nach einer
großen Bauchoperation angewandt, bei der alle sichtbaren Metastasen
am Bauchfell und den benachbarten Organen chirurgisch entfernt
werden. Während der Patient bzw. die Patientin noch in Narkose ist,
wird der Bauchraum unter Druck und Wärme mit einem flüssigen
Chemotherapeutikum gespült. Gestaltung: Christian Kugler

„Bewusst gesund“-Tipp zum Thema „Familiäres Parkinson“

Parkinson ist eine neurologische Erkrankung mit fortschreitenden
Bewegungsstörungen. Ausgelöst wird diese durch das Absterben von
Nervenzellen, die Bewegungen kontrollieren. Parkinson gilt nicht als
Erbkrankheit im eigentlichen Sinne. Dennoch gibt es das sogenannte
„Familiäre Parkinson“ – eine seltene, genetisch bedingte Form der
Parkinson-Krankheit. Was diese Erkrankung kennzeichnet, erklärt Prof.
Dr. Siegfried Meryn.

Capoeira – Kampftanz mit positiven Nebenwirkungen

Immer mehr Menschen in Österreich entdecken Capoeira, die
brasilianische Kampfkunst mit rhythmischen Wurzeln, als vielseitiges
Ganzkörpertraining. Ursprünglich von afrikanischen Sklaven in
Brasilien entwickelt, verbindet Capoeira Elemente aus Tanz, Akrobatik
und Kampfkunst. Das Ergebnis ist ein fließendes, dynamisches
Training, das gleichermaßen Kraft, Ausdauer, Koordination und
Beweglichkeit schult. Zudem fördert der Kampftanz mentale Stärke und
Lebensfreude. In Brasilien wird Capoeira teilweise sogar zur
Symptomlinderung bei Parkinson-Patientinnen und -Patienten
eingesetzt. Anders als viele andere Sportarten ist Capoeira kein
Wettkampf, sondern ein Spiel – die sogenannte Roda –, in dem zwei
Spieler:innen miteinander improvisieren und aufeinander reagieren.
Gestaltung: Steffi Zupan