„Teurer Spaß“: „WeltWeit“-Reportage über „Skifahren um jeden Preis?“

Wien (OTS) – Am 6. Februar werden in Italien die Olympischen
Winterspiele Mailand
& Cortina 2026 eröffnet. An die zwei Millionen Besucherinnen und
Besucher werden erwartet. Doch Cortina droht ein Desaster: Es fehlt
sowohl natürlicher Schnee als auch Wasser für die Schneekanonen.
Wintersport ist ein riesiger wirtschaftlicher Faktor, doch der
Klimawandel und die damit einhergehenden unberechenbaren Winter
machen die Situation immer schwieriger. Kleinere Skigebiete müssen
oft aufgeben, in höhergelegenen steigen die Preise für Unterkunft und
Liftkarte in astronomische Höhen und machen Skifahren für viele zum
unbezahlbar teuren Spaß, berichten Cornelia Vospernik, Christophe
Kohl und Lena Hager in der „WeltWeit“-Reportage „Teurer Spaß.
Skifahren um jeden Preis?“ am Freitag, dem 6. Februar 2026, um 21.20
Uhr in ORF 2 und auf ORF ON aus Italien, den USA und der Schweiz:

Im vergangenen Jahr war Cornelia Vospernik für einen
Lokalaugenschein bei den Vorbereitungen in Cortina, hatte man doch
versprochen „die nachhaltigsten Olympischen Winterspiele“
veranstalten zu wollen. Zwei Wochen vor der großen Eröffnung war sie
noch einmal vor Ort: Von Olympiastimmung ist auch wegen des akuten
Schneemangels wenig zu spüren, vielmehr gleicht der kleine Ort einer
riesigen Baustelle. Und die versprochene Nachhaltigkeit springt –
zwischen Schneekanonen, Bobbahn und Olympiadorf – nicht gleich ins
Auge.

Im geschichtsträchtigen Skigebiet Vail im US-Bundesstaat Colorado
gibt es erstmals wegen der schlechten Schneelage Rabatte bei den
Skikarten. Christophe Kohl geht der Frage nach, was die Preise derart
in die Höhe getrieben hat: „Vail Resorts“ ist mit 42 Skigebieten der
größte Liftbetreiber in den USA und macht Milliarden Umsätze. Die
Strategie: Die Preise von Tageskarten werden stetig angehoben, um den
Verkauf von Saisonkarten anzukurbeln. Europäische Skigebiete sehen
die enormen Kosten für ein Skivergnügen in den USA als Chance und
werben gezielt im Land, um amerikanische Skiurlauberinnen und –
urlauber anzulocken.

„In der Schweiz ist Skifahren mittlerweile teurer als
Golfspielen.“, sagt Alain Bosco, der das kleine Skigebiet Télégiettes
im Kanton Wallis betreibt. Lena Hager trifft den Mann, der nicht nur
Zeit und Energie, sondern auch eigenes Geld in den Erhalt der Anlage
steckt, um Skifahren gratis anbieten zu können. Heuer macht ihm der
massive Schneemangel zu schaffen und damit ist er im Land nicht
allein: Stillgelegte Skigebiete werden ein wachsendes Problem für die
Natur und haben auch negative Folgen für die betroffenen Gemeinden.