Wien (OTS) – Bereits 600 Forscherinnen und Forscher besuchen ab
Jänner 2026 als
„Wissenschaftsbotschafterinnen und -botschafter“ ehrenamtlich
Schulen, Kindergärten und Horte in ganz Österreich. Sie geben Kindern
und Jugendlichen praxisnahe Einblicke in ihre Arbeit, fördern das
Verständnis für wissenschaftliche Methoden und stärken kritisches
Denken. Ziel der Initiative ist es, Vertrauen in Wissenschaft und
Demokratie nachhaltig zu fördern. Umgesetzt wird das Programm vom
OeAD, Österreichs Agentur für Bildung und Internationalisierung.
Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner zeigt sich erfreut
über den neuen Meilenstein: „Gerade in Zeiten großer
gesellschaftlicher Herausforderungen brauchen wir den direkten Dialog
zwischen Wissenschaft und jungen Menschen. Die
Wissenschaftsbotschafter:innen leisten hier einen unverzichtbaren
Beitrag. Mein Dank gilt allen 600 Forschenden, die sich neben ihrer
wissenschaftlichen Tätigkeit Zeit für Kinder und Jugendliche nehmen
und damit Neugier, Vertrauen und demokratisches Verständnis stärken.“
Klimawandel und Allergien im Klassenzimmer
Die 600. Wissenschaftsbotschafterin ist Mag. Dr. Katharina Bastl
vom Pollenservice Wien der MedUni Wien (Universitätsklinik für Hals-,
Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie). In ihrer
Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit dem Pollenflug in
Wien sowie den Auswirkungen des Klimawandels auf die Blühphasen
allergierelevanter Pflanzen .
„Viele Kinder und Jugendliche sind selbst von Allergien
betroffen, kennen aber ihre Allergenquelle nicht. Zu verstehen, was
Pollen ist und wie die jeweilige Pflanze aussieht, hilft auch die
eigene Allergenvermeidung zu verbessern. Pollenallergie ist ein gutes
Beispiel wie alles in der Natur miteinander verwoben ist. Ich freue
mich darauf, Kindergärten und Schulen in den Mikrokosmos Pollen zu
begleiten“, so Bastl.
Wissenschaft erreicht nun auch die Jüngsten
Seit Oktober 2025 besuchen Wissenschaftsbotschafter:innen neben
Schulen erstmals auch Kindergärten und Horte . Damit werden bereits
die jüngsten Altersgruppen spielerisch und altersgerecht an
Wissenschaft und Forschung herangeführt. Das neue Angebot wird sehr
gut angenommen: Für das Sommersemester 2026 befinden sich bereits
zwölf weitere Termine in der konkreten Planung.
Hohe Nachfrage nach Schulbesuchen
Auch im Jahr 2025 war das Interesse an der Initiative
ungebrochen. Österreichweit fanden 376 Besuche von
Wissenschaftsbotschafter:innen statt – überwiegend in Präsenz, rund
ein Fünftel online. Damit stieg die Zahl der Besuche erneut gegenüber
dem Vorjahr. Rund ein Drittel der Besuche entfiel auf Wien, gefolgt
von Niederösterreich und der Steiermark. Mehr als die Hälfte der
Besuche erfolgten an Schulen der Sekundarstufe II.
Die Umsetzung umfasste auch thematische Schwerpunktformate,
darunter die vom Bildungsministerium organisierten
Wissenschaftswochen an BMS, PTS und Berufsschulen. Zusätzlich fanden
mehr als 50 Schulbesuche im Rahmen der Quantum@School Week in
Kooperation mit dem OeAD statt.
Wissenschaft begreifbar machen
Die Rückmeldungen aus Schulen bestätigen den Mehrwert der
Initiative. Besonders geschätzt werden die altersgerechte
Aufbereitung der Inhalte, der direkte Austausch mit Forschenden und
die praxisnahen Einblicke in den Forschungsalltag.
Jakob Calice , Geschäftsführer des OeAD, betont: „Dass wir mit
Katharina Bastl die 600. Wissenschaftsbotschafterin begrüßen dürfen,
zeigt eindrucksvoll, wie groß das Engagement der Forschenden in
Österreich ist. Mit der Initiative der Wissenschaftsbotschafter:innen
bringen wir wissenschaftliche Neugier, kritisches Denken und
Vertrauen in Forschung dorthin, wo sie besonders wirksam sind: zu
Kindern und Jugendlichen. Ob in Schulen, Kindergärten oder Horten,
diese direkten Begegnungen machen Wissenschaft greifbar und leisten
einen wichtigen Beitrag für eine informierte, demokratische
Gesellschaft.“
Fakten zur Initiative
– Teilnahme für alle Schulklassen aller Schultypen, Kindergärten und
Horte in ganz Österreich möglich
– 600 Wissenschaftsbotschafter:innen verfügbar
– Besuche vor Ort oder virtuell durchführbar
– Teilnahme für Schulen und Kindergärten kostenlos
Alle Informationen unter: www.youngscience.at/botschafter_innen