FTI-Pakt 2027–2029: Forschung Austria und Industriellenvereinigung (IV) und warnen vor Kürzungen

Wien (OTS) – Forschung Austria und IV warnen gemeinsam vor Kürzungen
im FTI-Pakt
und appellieren an die Bundesregierung, den nächsten FTI-Pakt für
2027-2029 dringend und gemäß Bundesfinanzrahmengesetz ohne Kürzungen,
auch nicht in einzelnen Teil-Budgets, zu beschließen.

Forschung Austria betont die Bedeutung des FTI-Pakts als
zentralen Rahmen für Planungssicherheit und strategische
Investitionen im Innovationssystem. Forschung, Technologie und
Innovation (FTI) sind die entscheidenden Hebel, um Standortqualität,
Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze zu sichern und
auszubauen. „Um die Ziele der Industriestrategie zu erreichen und
erfolgreich Schlüsseltechnologien zu entwickeln und umzusetzen,
braucht es strategische Investitionen in die angewandte
wirtschaftsnahe Forschung und den nachhaltigen Aufbau von Kompetenzen
– damit Innovationen wirksam und erfolgreich in wirtschaftliche
Anwendungen überführt werden können“, appelliert Forschung Austria
Präsidentin Brigitte Bach.

Zwtl.: FTI-Pakt als zentraler Hebel für Industrie, Innovation und
Wohlstand

„Forschungsausgaben sind ein wichtiger Teil unserer
Zukunftsvorsorge. Die derzeit diskutierten Kürzungen der Budgets der
angewandten Forschung müssen daher vermieden werden, auch wenn die
budgetäre Situation sehr angespannt ist“, betont IV-Generalsekretär
Christoph Neumayer, „den Rotstift bei Forschung,
Technologieentwicklung und Innovation anzusetzen steht in Widerspruch
zu den Zielsetzungen der jüngst vorgelegten Industriestrategie und
ihrer Schlüsseltechnologieoffensive.“ Darin hat Österreich sich
richtigerweise das Ziel gesetzt, unter die Top 10 der
wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften zu kommen. Gerade die
angewandte und wirtschaftsnahe Forschung ist dabei wichtiger Hebel,
um exzellente Ideen und Forschungsergebnisse in konkrete innovative
Lösungen umzusetzen und damit Wertschöpfung zu generieren und
Wohlstand zu sichern.

In der angewandten wirtschaftsnahen Forschung den Rückwärtsgang
einzulegen hätte negative Effekte auf alle Akteure – seien es
Universitäten, Forschungseinrichtungen, Start-ups, KMU oder
forschungsaktive Industrie-Unternehmen. Darüber hinaus sind dadurch
auch die Beteiligungen an strategischen EU-Initiativen gefährdet, die
für die Entwicklung des österreichischen Forschungsstandorts
notwendiger denn je sind.

Der FTI-Pakt mit seinen dreijährigen Leistungsvereinbarungen
bietet Planungssicherheit und gibt Forschungseinrichtungen und der
Industrie die notwendige Perspektive, um gezielt in die Zukunft zu
investieren.