Zwtl.: Von 1,9 Millionen Menschen mit Behinderungen bzw.
mit
gesundheitlichen Einschränkungen sind 21,4 Prozent armuts- bzw.
ausgrenzungsgefährdet – dies zeigen die jüngst veröffentlichten
Zahlen der Statistik Austria für das Jahr 2024.
„ Die veröffentlichen Zahlen untermauern die Warnrufe der Behinderten
-Organisationen eindrücklich. Wir hoffen, dass diese alarmierenden
Daten auch die politischen Entscheidungsträger:innen aufrütteln und
zu einem raschen Gegensteuern animieren .“, so Rudolf Kravanja,
Präsident des ÖZIV Bundesverbands.
Kravanja betont, dass Behinderung viele Gesichter hat: „ Ein
Großteil der Betroffenen lebt mit unsichtbaren Beeinträchtigungen –
etwa chronischen Schmerzen, psychischen Erkrankungen oder
neurologischen Einschränkungen. Der aktuelle Sparkurs trifft diese
Gruppe besonders hart, da ihre Bedarfe oft nicht erkannt oder
unterschätzt werden. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene
führen Einsparungen dazu, dass die Lage dramatisch wird .“
Der ÖZIV-Präsident unterstreicht die Ernsthaftigkeit der
Situation: „ Der aktuelle Sparkurs trifft die Gruppe der Menschen mit
Behinderungen empfindlich Jeder fünfte Mensch mit Behinderungen ist
armutsgefährdet: sowohl durch Kürzungen finanzieller Unterstützungs-
Leistungen als auch durch Einsparungen bei essenziellen
Unterstützungs-Angeboten. Dies macht es Betroffenen zunehmend schwer,
ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Sowohl auf Bundes- als auch
auf Landes-Ebene führen die Einsparungen dazu, dass die Lage für
viele Betroffene wirklich dramatisch wird. Gerade deshalb muss die
Reform bzw. nachhaltige Sicherung des Ausgleichstax-Fonds (ATF) rasch
und dringend erfolgen! “
Der ÖZIV Bundesverband hält die Einsparungen bei
arbeitsmarktpolitischen Unterstützungsangeboten für besonders
kontraproduktiv und potenziell armutsgefährdend: „ Aktuell wären
zielgerichtete Maßnahmen dringend erforderlich, statt bereits den
nächsten Einsparungsschritt für 2027 zu planen “, fordert ÖZIV-
Geschäftsführer Gernot Reinthaler. „ Die Regierung setzt mit der
‚Aktion 55 Plus‘ einen wichtigen Fokus. Angesichts der Lage sollte
allerdings dringend auch eine ‚Aktion Arbeiten mit Behinderung‘ mit
entsprechender Mittelausstattung geschaffen werden .“
Ein besserer Zugang zum Arbeitsmarkt könne laut ÖZIV
Bundesverband der Armuts- und Ausgrenzungsgefährdung am besten
entgegenwirken. Es sei daher auch notwendig, endlich Aktivitäten für
ein Inklusives Bildungssystem zu setzen, um eine langfristige
Verbesserung der Situation zu erreichen.
Zwtl.: Über den ÖZIV Bundesverband – Für Menschen mit Behinderungen
Der ÖZIV ist ein starker Behindertenverband, der seit 1962 aktiv
ist. Er fungiert als Dachverband für selbstständige
Mitgliedsorganisationen in den einzelnen Bundesländern. Der in Wien
ansässige Bundesverband versteht sich als zentrale
Interessenvertretung, die sich aktiv für die Umsetzung der UN-
Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzt
und inklusive Angebote schafft. Wir betreuen rund 22.000 Mitglieder
durch unsere Landes- und Bezirksorganisationen, deren Angebote dem
regionalen Bedarf angepasst sind. Mit unseren zentralen Angeboten wie
ÖZIV SUPPORT (Beratung und Coaching), der ÖZIV ARBEITSASSISTENZ
Niederösterreich und ÖZIV ACCESS setzt sich der Bundesverband für
eine wahrhaft inklusive Gesellschaft ein. Diese
Unterstützungsleistungen haben das Ziel, die Lebens- und
Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu
verbessern.
Jede Spende hilft uns, Menschen mit Behinderungen zur Seite zu
stehen und ihre Rechte zu verteidigen. Spendenkonto des ÖZIV
Bundesverbands: IBAN: AT51 1100 0094 9332 4900; BIC: BKAUATWW;
Verwendungszweck: Spende – Ihre Spende ist steuerlich absetzbar (
Registernummer SO 1518).