FOPI zur Industriestrategie: Wichtige Aspekte für die Versorgung mit innovativen Arzneimitteln verankert

Wien (OTS) – Die Industriestrategie Österreich 2035 der
Bundesregierung ist
zweifellos als wichtiges und positives Signal zu werten , hält auch
das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (
FOPI) – neben vielen anderen Institutionen – fest. „ Es ist von
großer Bedeutung, dass ‚Life Sciences & Biotech‘ als eine der neun
Schlüsseltechnologien anerkannt und dass ‚Forschung, Technologie &
Innovation‘ als das erste von sieben Handlungsfeldern genannt wurden
“, betont Dr. Leif E. Moll, Präsident des FOPI. „Ebenso
vielversprechend klingen geplante Maßnahmen wie ‚Bestehende
Investitionsanreize weiterentwickeln‘, ‚Investitionsbooster für F&E-
Personal‘, ‚Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte‘ oder ‚Regulatory
Sandboxes als innovative Testumgebung‘.“

„Diese können nun die Grundlage für die Ausgestaltung eines
innovationsfreundlicheren Umfelds im Medizin- und Pharmasektor bilden
– und müssen dementsprechend in der folgenden Life-Science-Strategie
konkretisiert und ausgestaltet werden“, so Moll.

Zwtl.: Essenzielle Punkte einer zukünftigen Life-Science-Strategie

Wichtig ist aus Sicht des FOPI etwa das Thema Marktzugang für
innovative Medikamente. Ebenso muss die für den Medizin-Standort
essenzielle klinische Forschung gestärkt werden, indem
Genehmigungsverfahren, Ethikkommissionsstrukturen und
Krankenhausressourcen reformiert werden. Dringend zu entwickeln ist
weiters eine klare Strategie für die sichere und zielgerichtete
Nutzung von Gesundheitsdaten – ein entscheidender Wettbewerbsfaktor
im internationalen Vergleich. Und nicht zuletzt braucht es einen
wirksamen Plan, wie Produktionskapazitäten in Österreich und Europa
gezielt ausgebaut werden können, um sowohl die Versorgungssicherheit
als auch die Resilienz zu stärken.

„In Summe müssen einige zentralen Handlungsfelder, auf die wir
als forschende Pharmaindustrie seit Jahren hinweisen, Eingang in die
Life-Science-Strategie finden“, appelliert FOPI-Präsident Moll an die
politischen Entscheidungsträger:innen, „nämlich eine zeitgemäße
Innovationsbewertung, eine Überarbeitung des Erstattungskodexes (EKO)
, eine angemessene Finanzierung klinischer Forschung, eine engere
Verzahnung von Wissenschaft und Industrie sowie verlässliche
Rahmenbedingungen für Investitionsentscheidungen.“

Zwtl.: Life-Science-Strategie muss nun konkrete Umsetzungsmaßnahmen
liefern

Deshalb kommt es nun aus Sicht der 25 innovationsstarken FOPI-
Mitgliedsunternehmen darauf an, wie die aus der Industriestrategie
abgeleitete Life-Science-Strategie ausgestaltet wird. „Viele positive
Signale sind im vorgelegten Papier bereits zu erkennen. Denen müssen
nun konkrete Maßnahmen folgen.“

„Wir werden uns als forschende Pharmaindustrie mit unvermindertem
Nachdruck dafür einsetzen, dass sich die Bedeutung unserer Branche
für das heimische Gesundheitssystem in den Vorhaben widerspiegelt und
dass der Wert von innovativen Arzneimitteln für die Volkswirtschaft
Beachtung findet“, sagt Moll. „Darüber hinaus setzen wir uns dafür
ein, dass Österreich im globalen Life-Sciences-Wettbewerb Schritt
hält – und die aktuellen Möglichkeiten entschlossen nutzt.“

Fotos unter fopi.at/presse