Wien (OTS) – „Das von Konservativen und Rechten – auch der ÖVP und
der FPÖ – auf
EU-Ebene geplante Verbot von bestimmten Bezeichnungen für pflanzliche
Fleisch-Alternativen ist nichts als eine undurchdachte Pflanzerei der
Bürger:innen, der Produzent:innen und des Handels gleichermaßen“,
sagt Olga Voglauer, Landwirtschafts- und Tierschutzsprecherin der
Grünen.
„Wenn pflanzliche Produkte nicht mehr mit allgemein verständlichen
Wörtern bezeichnet werden dürfen, kommt ein enormer Aufwand auf die
Unternehmen zu und für die Konsument:innen bleibt nur zusätzliche
Verwirrung übrig. Auch ein Sellerie-Schnitzel ist ein Schnitzel, auch
ein Tomatenfilet ist ein Filet, und auch die Erbswurstsuppe muss eine
Erbswurstsuppe bleiben dürfen. Im Handel sind vegane Alternativen
schon jetzt klar und deutlich in den Produktnamen gekennzeichnet“,
erklärt Voglauer.
Für Voglauer zeigt diese Initiative, dass es hier weder um
Konsument:innenschutz, noch um die Interessen der Wirtschaft geht:
„Diese billige Symbolpolitik, die die ÖVP hier gemeinsam mit den
Rechten betreibt, verursacht nichts als Aufwand von dem niemand etwas
hat. Ganz im Gegenteil: Hier wird ein Markt drangsaliert, der gerade
auch für heimische Bäuerinnen und Bauern, die Soja, Erbsen oder
andere proteinreiche Pflanzen anbauen, eine enorme
Zukunftsperspektive brächte. Und es gäbe genug andere Themen, derer
sich diese sogenannten Bauernvertreter:innen in der
Landwirtschaftspolitik annehmen könnten – zum Beispiel der fairen
Verteilung von Agrarförderungen in Richtung der kleinstrukturierten
bäuerlichen Betriebe und der Umweltleistungen die sie erbringen, oder
die Entwicklung einer positiven, sich den bestehenden
Herausforderungen stellenden Zukunftsvision für die Landwirtschaft.“