Wien/St. Jakob im Rosental / Šentjakob v Rožu (OTS) – Bei einer
Begutachtung des Denkmals wurden am 11. September 2025 die
beiden Holztafeln im Inneren des Denkmals heruntergenommen um zu
schauen, was sich dahinter befindet. Auf den Holztafeln steht „Für
ein Deutsches Kärnten starben den Heldentod im Rosental “ und
darunter die Namen der bei den Grenzkämpfen Gefallenen. Auf dem Stein
darunter fand man dieselben Namen, jedoch unter der Inschrift „Den
Heldentod im Rosental starben“ . Diese Entdeckung entsprach
historischen Fotografien, die der Historiker Michael Koschat bereits
vor Jahren in seinem Buch „Braune Flecken im Ortsbild“ veröffentlicht
hat.
Bei der Einweihung des Denkmals am 5. 9. 1937 , war noch nicht „
Für ein Deutsches Kärnten “ zu lesen.
Ein klares Indiz dafür, dass die Tafeln während der NS-Zeit
angebracht worden sind, war auf der Rückseite einer der abgenommenen
Tafeln zu sehen. Unter den Spinnweben wurde ein aufgeklebter
Lieferschein entdeckt, datiert auf den 15. Oktober 1941 . Er belegt,
dass die Tafeln in Wien hergestellt und an den Bahnhof Rosenbach
verschickt worden sind. Nach der Untersuchung des Denkmals wurden die
beiden Tafeln vorerst wieder angebracht. Auf dem Denkmal befinden
sich seitlich aber noch zwei kleinere, ebenfalls problematische
Tafeln, die erst 1960 angebracht worden sind. Auf ihnen werden vier
„Abwehrkämpfer“ geehrt, die bereits in der Illegalität und auch
währen der NS-Zeit gehobene Funktionen bekleideten.
Mit der Thematik befasste Historiker:innen empfehlen eine
Rückführung des Denkmals in den Zustand von 1937 . Ergänzend sollte
eine zweisprachige Informationstafel die Geschichte des Denkmals,
seine Instrumentalisierung und die erinnerungspolitischen Konflikte
sichtbar machen.
Das „Dahinterschauen“ wurde durch den beharrlichen Einsatz des
Vereins DENK(A)MÅL – SPUNIJ SE in Gang gebracht und von verschiedener
Seite unterstützt. Natürlich gab es auch starken Widerstand von
anderer Seite.