Wien (OTS) – Die aktuelle Bevölkerungsprognose der Statistik Austria
zeigt
deutlich: Österreich steht vor einem massiven demografischen Wandel.
Die Zahl der älteren Menschen über 65 Jahre steigt von 20 Prozent im
Jahr 2024 auf 29,7 Prozent im Jahr 2080, während die Gruppe der
Erwerbstätigen weiter schrumpft. Die Folge: Ein immer ungünstigeres
Verhältnis von Einzahlern zu Beziehern im Pensionssystem.
Bereits um das Jahr 2040 kommen auf eine Person über 65 Jahre nur
noch 2,2 Personen im Erwerbsalter – derzeit sind es noch rund 3.
Diese Verschiebung zeigt, wie schnell die finanzielle Tragfähigkeit
des Pensionssystems an ihre Grenzen stößt. Schon jetzt machen die
explodierenden Pensionsausgaben 15,9 % des BIP aus – mit weiter
steigender Tendenz. Dazu kommt eine Staatsquote, also das Verhältnis
von Staatsausgaben zum BIP, von über 50 Prozent.
Zwtl.: Wer jetzt nicht handelt, verspielt die Zukunft unseres
Pensionssystems
„ Wir dürfen die demografische Entwicklung nicht länger
ignorieren. Wer jetzt nicht handelt, verspielt die Zukunft unseres
Pensionssystems. Es braucht endlich den Mut, ehrlich und nachhaltig
zu reformieren. Im Interesse jener, die heute jung sind und morgen
auf eine Pension hoffen “, mahnt Georg Feith, Obmann der Aktion
Generationengerechtigkeit.
„ Die Zahlen sind eindeutig, aber die Politik verschließt weiter
die Augen. Generationengerechtigkeit bedeutet, langfristig zu denken,
statt kurzfristig populäre Entscheidungen zu treffen, deren Kosten
unsere Kinder tragen müssen. Das System muss auf ein solides
Fundament gestellt werden, bevor es kippt “, fordert Heike Lehner,
Generalsekretärin der Aktion Generationengerechtigkeit.
Zwtl.: Reformkurs statt Symptombekämpfung
Die Aktion Generationengerechtigkeit fordert einen klaren
Kurswechsel: weg von kurzfristigen Wahlgeschenken, hin zu
strukturellen, mutigen und vor allem nachhaltigen Reformen. Nur so
kann das österreichische Pensionssystem zukunftssicher werden und
bleiben.
Zwtl.: Die zentralen Forderungen im Überblick:
1.
Kontinuierliche Anpassung des Regelpensionsalters an die
Lebenserwartung – ein erster Schritt ist die schrittweise Anhebung um
2 Jahre auf 67 Jahre. Wer keiner körperlich schweren Tätigkeit
nachgeht, soll länger im Erwerbsleben bleiben.
2.
Rücknahme aller „Pensions-Goodies“ der vergangenen 12 Jahre, die
die Nachhaltigkeit des Systems weiter geschwächt haben.
3.
Stärkung der zweiten, kapitalgedeckten Säule: Durch Reform der
sogenannten Abfertigung Neu schaffen einer verpflichtenden Vorsorge
für alle künftigen Pensionistinnen und Pensionisten, um die erste
Säule nachhaltig zu entlasten.
Faktenbasiert statt emotionalisiert
Die Aktion Generationengerechtigkeit ruft zu einer sachlichen,
faktenbasierten Diskussion auf. „ Die Zahlen der Statistik Austria
sind ein Weckruf und keine Überraschung. Es ist höchste Zeit,
Verantwortung zu übernehmen und die notwendigen Schritte einzuleiten
“, betont Lehner abschließend.