SPÖ-Regner/Grossmann: Mehr Frauen in Führungspositionen als Chance für Österreich

Wien (OTS) – Die Medienwelt blickt derzeit auf die Umsetzung der
„Women on Boards“
-Richtlinie in Österreich. Laut EU-Gesetz müssen die EU-
Mitgliedsstaaten bis 2026 entweder eine Zielvorgabe von mindestens 40
Prozent Frauen in Aufsichtsräten erfüllen, alternativ muss 33 Prozent
im Durchschnitt für Vorstand und Aufsichtsrat erreicht werden. Ziel
ist, bei der Auswahl zwischen gleich qualifizierten Kandidat:innen,
dem weniger vertretenen Geschlecht den Vorzug zu geben. SPÖ-EU-
Abgeordnete Evelyn Regner war Berichterstatterin für das EU-Parlament
und war maßgeblich daran beteiligt, die Richtlinie nach zehn Jahren
des Stillstands im Jahr 2022 zu verabschieden. Regner und
Frauensprecherin der SPÖ-Delegation im EU-Parlament, Elisabeth
Grossmann, äußern sich zur aktuellen Debatte: „Unsere Wirtschaft in
Österreich und ganz Europa steckt in einer Krise. Dabei wird oft
vergessen, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen alleine nicht
ausreichen. Es braucht innovative Lösungen und eine starke Führung
für jedes einzelne Unternehmen. Frauen spielen dabei eine zentrale
Rolle. Studien belegen eindeutig, dass Frauen in Aufsichtsräten eine
signifikant positive Auswirkung auf Profitabilität, Marktentwicklung,
Risikoprofil und Wachstumsraten von Unternehmen haben. Damit ist
nachgewiesen, dass ein höherer Frauenanteil nicht nur ein wichtiger
Schritt für mehr Gleichstellung ist, sondern vor allem ökonomisch
sinnvoll ist.“ ****

„Gleichzeitig bedeuten mehr Frauen in Führungspositionen den
Startschuss für einen Kulturwandel in der gesamten Arbeitswelt. Bei
der anhaltenden Debatte wie wir die Beschäftigung in Europa ankurbeln
können, sind Frauen der zentralste Bestandteil. Dafür müssen aber die
entsprechenden Voraussetzungen geschaffen werden – diese
Voraussetzungen entstehen auch in Unternehmen. Mehr Sichtbarkeit von
Frauen in der Führungsspitze kann ein Unternehmen zu einem
attraktiveren Arbeitsort für andere Frauen machen. Mehr Frauen in
Aufsichtsräten sind viel mehr als ein Symbolbild – sie sind
entscheidend für die Kultur und den ökonomischen Erfolg jedes
Unternehmens und damit ausschlaggebend für unsere wirtschaftliche
Lage in Österreich und ganz Europa“, so Regner und Grossmann.

Die beiden SPÖ-EU-Abgeordneten betonen abschließend: „Der Blick
in die Aufsichtsräte und Vorstände zeigt glasklar, ohne verbindliche
Maßnahmen und ohne Sanktionen geht es nicht. Wir haben trotz großen
Widerstands eine sehr gute gesetzliche Grundlage auf EU-Ebene
geschaffen, die heute wichtiger erscheint denn je. Mit der Richtlinie
für mehr Frauen in Aufsichtsräten setzen wir einen Meilenstein für
wirkliche Gleichstellung der Geschlechter in der Arbeitswelt.“ (
Schluss) ls