Wien (OTS) – Die große Radweg-Offensive der Stadt Wien läuft weiter
auf
Hochtouren. Überall entstehen neue Radverbindungen – oft auch durch
Lückenschlüsse, die das bestehende Radwegenetz erweitern und
verbinden. Ein solcher wurde jetzt – in Kooperation mit dem AKH Wien
– an der Kreuzung Währinger Gürtel/Borschkegasse im 9. Bezirk
fertiggestellt. Damit ist das Areal des Universitätsklinikum AKH Wien
komfortabel und sicher an die bestehende Radinfrastruktur angebunden.
Radler*innen profitieren durch die Errichtung baulich getrennter
Radwege, vergrößerter Aufstellflächen und einer neuen Ampel von mehr
Sicherheit und Komfort.
„Im Rahmen unserer großen Radwegeoffensive haben wir das
Radwegenetz in Wien in den letzten Jahren stetig ausgebaut. Und die
Menschen nehmen das Angebot gerne an! Immer mehr Menschen nützen
erfreulicherweise das Rad für ihre alltäglichen Wege!“, freut sich
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. „Mit zentralen Lückenschlüssen wie
diesem am Währinger Gürtel sorgen wir für neue durchgängige Radrouten
in der ganzen Stadt und machen das Radfahren noch sicherer und
komfortabel“, so Sima weiter.
Auch zum größten Krankenhaus Österreichs, dem
Universitätsklinikum AKH Wien, kommen immer mehr Mitarbeiter*innen
und Besucher*innen mit dem Fahrrad. Die bisherige Anfahrt war aber
nicht ideal. Vom Gürtelradweg kommend musste die Kreuzung Währinger
Gürtel/Borschkegasse vormals umrundet werden und von der
Borschkegasse kommend befanden sich die Radfahrenden ohne bauliche
Trennung im Mischverkehr mit den Autos. Ab sofort ist die
Haupteinfahrt zum AKH Wien mit baulich getrennten, breiten Radwegen
sicher und komfortabel mit dem Fahrrad erreichbar. „Der Ausbau der
Radwege ist uns ein Anliegen, damit vor allem die Mitarbeiter*innen
des AKH Wien ihren Arbeitsplatz uneingeschränkt und sicher mit dem
Fahrrad erreichen, um gleichzeitig einen Beitrag für die eigene
Gesundheit und für die Umwelt leisten zu können“, so Jörg Simonitsch,
stv. Technischer Direktor des AKH Wien.
„Sichere und komfortable Radrouten stehen im Mittelpunkt unserer
Bemühungen, um den 9. Bezirk für Radfahrende noch attraktiver zu
gestalten. Mit dem neuen Radweg am Währinger Gürtel haben wir nicht
nur eine wichtige Verbindung geschaffen, sondern auch die
Lebensqualität für alle Bewohner*innen unseres Bezirks verbessert.
All diese Maßnahmen tragen zur weiteren Verkehrsberuhigung am
Alsergrund bei“, betont Bezirksvorsteherin Saya Ahmad.
Auf breitem und sicheren Radweg zum AKH Wien
In der Borschkegasse wurden im Bereich vor der Kreuzung mit dem
Währinger Gürtel zu beiden Seiten der Straße baulich getrennte
Radwege errichtet. Damit haben die Radler*innen mehr Platz und sind
vom motorisierten Verkehr getrennt. Von dieser Kreuzung geht es nun
auch auf einem durchgehend baulich getrennten und breiten Zwei-
Richtungs-Radweg entlang des Gürtels bis zur Haupteinfahrt des AKH
Wien und damit zum Vorplatz des Krankenhauses. Darüber hinaus
verbessern 14 neue Fahrradabstellplätze in der Borschkegasse das
Angebot für Radfahrende.
Verbesserte Querung des Gürtels mit neuer Ampel
Auch der gegenüberliegende Bereich am Gürtel-Mittelstreifen wurde
angepasst. Dort wurden die Aufstellflächen an der Kreuzung
vergrößert. Damit haben Radfahrende, die vom Gürtelradweg kommen,
mehr Platz, wenn sie auf den neuen Radweg zur Haupteinfahrt des AKH
Wien oder zum neuen Radweg in der Borschkegasse wechseln wollen.
Zusätzlich sorgt eine neue Radüberfahrt mit Ampel für kürzere Wege
und erhöhte Sicherheit bei der Überquerung des Gürtels. Das Umrunden
der ganzen Kreuzung gehört damit der Vergangenheit an.
Die gesamten Kosten für die Herstellung der neuen Radwege wurden
vom AKH Wien übernommen, die technische Bauaufsicht und Koordinierung
lag bei der Stadt Wien.
Ausbau der Radwege am Alsergrund im vollen Gang
Die Radoffensive im 9. Bezirk ist in vollem Gange: Quer durch den
Alsergrund – entlang von Fuchsthallergasse und Alserbachstraße – wird
gerade eine hochwertige, sichere Radverbindung gebaut, die den Gürtel
mit dem Donaukanal verbindet. Dabei werden zahlreiche neue Bäume
gepflanzt und der Julius-Tandler-Platz vor dem Franz-Josefs-Bahnhof
zu einer begrünten und gekühlten Aufenthaltsoase umgestaltet.
Auf der Spittelauer Lände entsteht derzeit ein gemischter Geh-
und Radweg, der über die neue Fahrradstraße Tepserngasse und
Nordbergstraße fortgesetzt wird. Von dort kann man sicher und
komfortabel über die verbesserten Radwege am Josef-Holaubek-Platz und
in der Glatzgasse bis zum Lichtenwerder Platz und dem Döblinger
Gürtel radeln. Damit wird die letzte Lücke in dieser durchgehenden
Radachse an der Bezirksgrenze zwischen Döbling und Alsergrund
geschlossen.
Wiens große Radwegoffensive
Die große Wiener Radwegoffensive läuft weiter auf Hochtouren! Die
rot-pinke Stadtregierung hat bislang über 250 Projekte und knapp 100
km im Hauptradwegenetz umgesetzt oder auf den Weg gebracht und hat
bisher bereits rund 130 Mio. Euro in den Ausbau der Wiener
Radinfrastruktur investiert. Mehr als 50 km Radinfrastruktur wurden
zudem im Bezirksnetz bereits umgesetzt. Die intensiven Anstrengungen
machen sich bezahlt: Die Zahl der Radler*innen nimmt stetig zu. So
ist der Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, im Jahr
2024 auf 11 % gestiegen (im Jahr 2019 waren es 7 %), wie die
Modalsplit-Erhebung 2024 zeigt.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten auf fahrradwien.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/