Stadt Wien erwirbt im Rahmen des Kunstankaufs 2025 Arbeiten von 44 Künstler*innen

Wien (OTS) – Im vergangenen Herbst fragte die Ausstellung „Gekauft.
Und dann?“ im
Wien Museum musa nach den Gründen der Stadt Wien, jährlich Werke der
Gegenwartskunst anzukaufen. Es war ein Blick hinter die Kulissen, der
in Interviews mit ehemaligen Beiräten des Kunstankaufs, mit Künstler*
innen und Restaurator*innen verschiedene Perspektiven auf die
städtischen Sammlungspraxis warf und die Wege der Kunstwerke von der
Bewerbung für den Ankauf bis zur Aufbewahrung im Depot
nachzuzeichnen.

Als Maßnahme zur Förderung der lokalen Kunstszene erwirbt die
Kulturabteilung der Stadt (MA7) jährlich rund 80, von einem
unabhängigen Expert*innen-Beirat ausgewählte Arbeiten in Wien
lebender und arbeitender Künstler*innen. Oft ist das für Künstler*
innen der erste Ankauf durch eine öffentliche Stelle am Beginn ihrer
Karriere. Neben der Anerkennung der künstlerischen Leistung zeichnen
die Ankäufe darüber hinaus auch ein wichtiges Zeitporträt der lokalen
Kunstszene. 2025 wurden insgesamt circa 80 Kunstwerke von 44 Künstler
*innen angekauft. 400.000 Euro standen zur Verfügung.

Zwtl.: Kaup-Hasler: Förderung von wichtigen Freiräumen in der
künstlerischen Arbeit

“Kunst ist Arbeit, die neben Konsequenz, Zeit und Raum braucht,
um sich zu entwickeln. Preise, Projekt- und Arbeitsstipendien,
Kunstankäufe, Offspace-Förderungen und Startateliers ermöglichen
wichtige Freiräume im Schaffen von Künstler*innen und tragen zur
sozialen Absicherung bei. Die jährlichen Kunstankäufe sind daher ein
wesentliches Förderinstrument der Stadt, das mit öffentlichen Mitteln
direkt Künstler*innen unterstützt und Impulse setzt, wo mitunter der
Kunstmarkt nicht greift”, betont Kulturstadträtin Veronica Kaup-
Hasler. “Die inzwischen zu mehr als 100.000 Werken angewachsene
Sammlung spiegelt darüberhinaus das künstlerische Schaffen Wiens und
speist in seiner Vielfalt wunderbare Ausstellungen in den Museen
dieser Stadt, darunter die beliebten Dekaden-Überblicke im Wien
Museum musa, die im Jahr 2010 mit ‘Die 50er Jahre: Kunst und
Kunstverständnis in Wien’ begannen.”

Der jährlich stattfindende Kunstankauf durch die Kulturabteilung
(MA7) ist eines der ältesten Förderprogramme für Bildende Kunst und
Medienkunst der Stadt Wien und hat sich als beliebtes
Förderinstrument etabliert. Zur Bewerbung aufgerufen waren Künstler*
innen aus den Bereichen Bildende Kunst und Medienkunst, die in Wien
ihren Hauptwohnsitz haben. Sie bekamen einen Monat lang die
Möglichkeit, sich für den Ankauf ihrer Arbeiten durch die Stadt Wien
zu bewerben.

Bei der Auswahl der Kunstwerke wird die Kulturabteilung von einem
unabhängigen Fachbeirat beraten, dessen Mitglieder (aktuell: Georgia
Holz, Vanessa Joan Müller, Luisa Ziaja) alle drei Jahre wechseln.
Denn um die Vielfalt der lokalen Kunstszene widerspiegeln zu können,
braucht es unterschiedliche Perspektiven. Das Augenmerk der
Beurteilung liegt auf der künstlerischen Qualität und der
Originalität der Arbeiten. Das Spektrum der angekauften Kunstwerke
reicht von Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Plastik über
filmische, audiovisuelle, digitale und performative Arbeiten bis zu
mehrteiligen Arbeiten in verschiedenen Medien.

In der seit den 1950er Jahren auf inzwischen mehr als 60.000
Werke gewachsenen und seit 2018 vom Wien Museum betreuten Sammlung
bildet sich das breite Spektrum der vielfältigen Wiener Kunstszene
ab. Einige Werke befinden sich in der Artothek des MUSA und können
für eine begrenzte Zeit auch von Privatpersonen ausgeliehen werden.

Weitere Informationen:

Förderempfehlungen und Beiräte für Bildende Kunst und
Medienkunst:
https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/foerderempfehlu-
ngen-bk.html

Förderempfehlungen Kunstankauf 2024:
https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/empfehlungen-
kunstankauf2025.pdf

Förderungen für Bildende Kunst und Medienkunst:
https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/foerderungen/#bildende

Artothek im MUSA: https://www.wienmuseum.at/artothek

Pressefotos: https://presse.wien.gv.at/bilder