Wien/Graz (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft begrüßt – wie auch die
österreichische
Wirtschaftskammer, dass ab 2025 keine Mehrfachzahlungen der ORF-
Haushaltsabgabe für Unternehmen mit mehreren Betriebsstandorten
fällig werden. Damit wird ein bürokratisches Ärgernis beseitigt, von
dem vor allem Filialbetriebe betroffen waren.
Doch die Reform greift zu kurz:
– Kleinbetriebe bleiben benachteiligt. Wenn Firma und Privatbereich
am selben Standort geführt werden oder mehrere Firmen an derselben
Adresse gemeldet sind, muss weiterhin mehrfach gezahlt werden –
selbst für denselben Fernseher!
– Große profitieren stärker. Die Entlastung kommt hauptsächlich
Betrieben mit mehreren Niederlassungen zugute.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher eine vollständige
Gleichstellung aller Betriebe und langfristig die Streichung der ORF-
Abgabe für Unternehmen.
Thomas Kainz, Landesobmann der Freiheitlichen Wirtschaft
Steiermark, dazu: „Der Etappensieg bei der ORF-Abgabe ist wichtig –
doch echte Fairness gibt es erst, wenn eine vollständige
Gleichstellung aller Betriebe und langfristig die Streichung der ORF-
Zwangsabgabe für Unternehmen – aber in Wahrheit auch für alle
Privaten – kommt. Besonders perfide ist es jedoch, wenn sich
Vertreter der Wirtschaftskammer nun als ‚Retter der Nation‘
aufspielen, während sie gleichzeitig an den kostspieligen
Mehrfachmitgliedschaften in der Kammer festhalten. Dort prangert man
Mehrfach-ORF-Abgaben berechtigt an, doch bei den eigenen Mehrfach-
Beiträgen kassiert man weiter ab. Das ist Wasser predigen und Wein
trinken.“