Vom Zeltfest bis zum Goldrausch: Wovon unsere EuroSkills-Held:innen träumen – AUDIO / VIDEO / FOTO

Herning (OTS) – Gestern, Mittwoch, fiel der Startschuss für
EuroSkills 2025 in
Herning (Dänemark). 44 „Youngstars“ aus Österreich – ausgelernte
Fachkräfte und Absolvent:innen von berufsbildenden Schulen unter 25
Jahren – sind erfolgreich in den Bewerb gestartet. Drei Tage lang
messen sie sich mit knapp 600 Teilnehmenden aus ganz Europa.

Mittendrin ist die Vorarlberger Hotel-Rezeptionistin Elena Mathis
: „Mein Ziel für Samstag ist klar: Der Traum wäre, ganz oben zu
stehen, die Österreich-Flagge hochzuhalten und stolz zu sein. Schon
allein auf dem Podium zu stehen, wäre aber ein großartiger Erfolg.
Daheim drücken mir Familie, Freunde, mein Betrieb und meine Schule
die Daumen. Generell bin ich sehr stolz, Hotel-Rezeptionistin zu
sein. Auf einer Skala von 1 bis 10 ist der Job eine klare 100. Es ist
kein klassischer Bürojob, sondern eine perfekte Mischung: direkter
Kontakt mit Gästen, Begegnungen mit Menschen aus aller Welt,
verschiedene Sprachen – genau das macht es so besonders.“ ( Hier zum
Video-Interview , hier zur Audio-Datei , hier zum Foto )

Hochbauer Stefan Lanzl aus der Steiermark rittert um Gold: „Mein
Ziel ist klar: Der erste Platz wäre das Beste, was am Samstag
passieren könnte. Eine Medaille würde für mich Stolz, Anerkennung und
Freude bedeuten. Ich würde sie in meinem Zimmer aufhängen, damit ich
jeden Tag darauf schauen und meinen ganzen Stolz zeigen kann. Und
wenn es wirklich soweit ist? Dann feiern wir Vollgas. Egal, welche
Aufgabe kommt: Wir sind bestens vorbereitet, wir haben alles
trainiert, da gibt es nichts, was uns aus der Ruhe bringen könnte. In
den drei Tagen wird es vor allem auf Genauigkeit, Schnelligkeit und
Motivation ankommen. Ganz kann ich es noch gar nicht glauben, dass
ich hier bin: Hunderttausend Fans werden erwartet, sogar der König
schaut heute vorbei.“ ( Hier zum Video-Interview , hier zur Audio-
Datei , hier zum Foto )

Konditorin Lisa Schögl aus Oberösterreich will ein Platz am
Stockerl: „Die Nervosität war anfangs da, legt sich aber langsam,
weil es jetzt endlich richtig losgegangen. Mein erster Tag begann mit
zwei Stunden Modellieren. Natürlich schaut man manchmal, was die
anderen – etwa aus Spanien, Frankreich oder Schweden – machen. Aber
am Ende geht es darum, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Die
Eröffnungsfeier hier in Dänemark war sicher ein besonderes Erlebnis.
Vor allem, wenn man Teil des größten Teams bei den
Europameisterschaften ist. Auch die Stimmung im Team ist nach wie vor
insgesamt richtig gut. In den nächsten Tagen wird es auf
Schnelligkeit, Kreativität und volle Konzentration ankommen. Wenn ich
an Samstag denke, dann wäre der allerbeste Fall für mich ein Platz am
Stockerl. Mein Ziel ist es, Gold, Silber oder Bronze zu holen – so
wie es wahrscheinlich jeder hier anstrebt.“ ( hier zum Video-
Interview , hier zur Audio-Datei , hier zum Foto )

Josef Auer und Jonas Embacher aus Tirol treten gemeinsam im
Wettbewerbsberuf Entrepreneurship an: „Unsere Aufgabe wird es sein,
eine Business-Idee auszuarbeiten und über die Wettbewerbstage hinweg
verschiedene Module zu bearbeiten – etwa Marketing oder
Internationalisierung. Das könnte zum Beispiel Nachhaltigkeit sein.
Dann geht es darum, eine Idee zu entwickeln, die in diesen Bereich
passt und überzeugt“, sagt Auer.

Jonas Embacher: „Wir haben uns prinzipiell so aufgeteilt: Ich
konzentriere mich eher auf die Präsentation. Josef kümmert sich
stärker um die Ausarbeitung. Natürlich müssen wir beide gemeinsam an
den Ideen arbeiten und überlegen, wie wir das Ganze strategisch
angehen.“ Im Moment überwiegt bei beiden noch die Vorfreude, die
Nervosität kommt erst danach. Denn schon der erste Tag sei
wegweisend: „Zuerst wird das Thema gezogen, dann arbeiten wir die
Idee aus. Darauf baut der ganze Wettbewerb auf. Am Ende des ersten
Tages soll ein erster kleiner Businessplan stehen – und dann ist der
Tag ohnehin schon fast vorbei.“

Und wie schafft man es, bei all dem Trubel fokussiert zu bleiben?
„Das passiert eigentlich von selbst“, sagt Embacher: „Sobald man drin
ist, kommt man in den Tunnel, blendet alles aus, die Zeit vergeht
extrem schnell. Wir sind heiß auf den Start, froh, dass es endlich
losgeht – nach der langen Vorbereitungszeit.“ Daheim drücken Familie,
Freunde, Freundinnen und die Lehrerin der beiden ganz fest die
Daumen. „Und hoffentlich ganz Österreich“, fügt Josef Auer hinzu (
hier zum Video-Interview , hier zur Audio-Datei , hier zum Foto )

Kfz-Techniker Leonie Tieber aus der Steiermark hofft auf eine
Topplatzierung: „In den nächsten Tagen geht es für mich um Aufgaben
wie Fehlersuche im Motormanagement, Arbeiten an der Komfort-Elektrik,
Spur einstellen oder motormechanische Arbeiten. Heute hatten wir die
Finalisierung, da habe ich mir die Fahrzeuge angesehen, mit denen wir
arbeiten werden. Wichtig ist: ruhig bleiben, Nerven bewahren, und
wenn ich einmal hängenbleibe, dann einen Schritt zurückgehen, einen
Schluck trinken und weitermachen. Die Zeit ist pro Station kurz,
darum muss ich schauen, das Beste daraus zu machen. Am wichtigsten in
den nächsten drei Tagen ist für mich, dass ich Spaß habe und etwas
lerne, das ich nachhause mitnehmen kann. Es ist sicher eine richtig
coole Erfahrung. Mein großes Ziel ist ein Medallion for Excellence –
wenn ich das erreiche, bin ich auf jeden Fall zufrieden. Natürlich
wäre Gold, Silber oder Bronze ein Traum, aber auch das Medallion wäre
schon ein Erfolg.“ Und was, wenn sie tatsächlich Gold holen sollte?
„Dann gibt es bei uns in Paldau wahrscheinlich ein Zeltfest.“ ( hier
zum Video-Interview , hier zur Audio-Datei , hier zum Foto )

Königlicher Besuch angesagt

Heute, Donnerstag, steht ein weiteres Highlight auf dem Programm:
Frederik X ., König von Dänemark, wird das Wettbewerbsareal besuchen.

Auf dem SkillsAustria- Flickr-Kanal finden Sie ab dem frühen
Nachmittag entsprechendes Bildmaterial (kostenfrei, ©
SkillsAustria/Wieser/Slovencik). Dort befinden sich auch täglich
aktualisierte Fotos von den einzelnen Wettkampftagen. (PWK356/HSP)